WM-Frust und Verletzungen beim FC Bayern: Hainer trotzdem zuversichtlich

München - Trotz der schweren Verletzungen von Torwart Manuel Neuer (36) und Verteidiger Lucas Hernández (26) hat Vereinspräsident Herbert Hainer (68) die Triple-Ambitionen des FC Bayern München unterstrichen.

Herbert Hainer (68), Vereinspräsident des FC Bayern, ist optimistisch für die Rückrunde.
Herbert Hainer (68), Vereinspräsident des FC Bayern, ist optimistisch für die Rückrunde.  © Tom Weller/dpa

"Beide Verletzungen waren natürlich ein Schock. Diese zwei wichtigen Stützen werden in der zweiten Saisonphase fehlen, und unser Sportvorstand Hasan Salihamidzic hat ja schon angekündigt, dass wir Optionen auf dem Transfermarkt prüfen", sagte Hainer in einem am Freitag auf der Homepage des FC Bayern veröffentlichten Interview.

"Wir sind der FC Bayern und sehen Herausforderungen immer als Chancen - das gehört zur DNA dieses Klubs. Unsere Spieler werden alles geben, um 2023 auch Titel für ihre verletzten Teamkollegen zu gewinnen."

Nach einem im Ski-Urlaub in Bayern erlittenen Unterschenkelbruchs fällt Neuer für den Rest der Saison ebenso aus wie der Franzose Hernández (26), der sich in der WM-Auftaktpartie gegen Australien (4:1) das vordere Kreuzband im rechten Knie gerissen hat.

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Die deutsche Nationalmannschaft um Joshua Kimmich (27) und Leon Goretzka (27) war bereits in der Vorrunde von Katar gescheitert.

FC Bayern: "Der Weg dieser Generation ist noch lange"

Joshua Kimmich (27) und seine Kollegen bei der deutschen Nationalmannschaft gaben bei der WM in Katar kein gutes Bild ab.
Joshua Kimmich (27) und seine Kollegen bei der deutschen Nationalmannschaft gaben bei der WM in Katar kein gutes Bild ab.  © Christian Charisius/dpa

"Sie werden nach der Winterpause jetzt erst recht die großen Ziele mit dem FC Bayern angehen. Der Weg dieser Generation ist noch lange nicht zu Ende, ganz im Gegenteil: Viele von ihnen haben 2020 schon die Champions League gewonnen und sammeln Saison für Saison ihre Erfahrungen, um diesen Coup zu wiederholen", sagte Hainer über die Münchner Spieler.

"Auch Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Franck Ribéry oder Arjen Robben wurden dafür belohnt, dass sie bis zuletzt alles gegeben haben. Lionel Messi ist nach diesem WM-Finale ebenfalls ein ausgezeichnetes Beispiel, dass man alle Gipfel erreicht, wenn man hartnäckig bleibt. Unsere Spieler kommen nach der Winterzäsur in ihre sportliche Heimat zurück und werden hier wieder in die Spur finden."

Beim FC Bayern beginnt die Vorbereitung auf den zweiten Saisonteil am 3. Januar mit medizinischen Untersuchungen und der Leistungsdiagnostik. Am 6. Januar geht es für das Team von Trainer Julian Nagelsmann (35) zu einem sechstägigen Trainingslager nach Doha.

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Titelfoto: Tom Weller/dpa

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