Wolfsburg malträtiert Elfmeterpunkt für Kane: So reagiert der FC Bayern
Von Lars Reinefeld
Wolfsburg/München - Harry Kane (32) verschießt einen Elfmeter - das kennt man eigentlich nicht. Seinen Anteil daran hatte auch eine unfaire Aktion von Jeanuël Belocian (21).
Kurz vor Kanes erstem Elfmeter-Fehlschuss in der Fußball-Bundesliga tauchte plötzlich Belocian am Elfmeterpunkt auf.
Der Wolfsburger stampfte mit den Füßen ein paar Mal auf die Stelle, von der Kane wenig später schießen wollte. Der sonst so sichere Brite rutschte dann beim Strafstoß etwas weg und schoss über das Tor. Wohl auch, weil Belocian den Elfmeterpunkt zuvor malträtiert hatte.
Eine unsportliche Aktion, die nach der Partie aber keine großen Wellen mehr schlug, weil die Bayern die Partie dennoch 1:0 gewannen und den Meistertitel schon eine Weile sicher haben.
"Ich weiß, im Abstiegskampf versucht man alle Mittel und Wege, dass der Gegner das Tor nicht schießt. Dann haben wir es anderweitig geschossen", sagte Sportvorstand Max Eberl im ZDF-Sportstudio.
Bayern-Trainer Vincent Kompany zeigt sogar etwas Nachsicht für das Verhalten des Wolfsburgers. "Natürlich wünschen wir uns das nicht, aber ich habe auch ein bisschen Verständnis dafür. Für Wolfsburg geht es um alles", sagte der Belgier.
Bayern-Trainer Vincent Kompany zeigt Verständnis für unsportliche Aktion
Auffällig war dabei auch die Passivität seiner eigenen Spieler: "Wenn das am Mittwoch gegen Paris passiert wäre, wären wir mit zwei, drei Leuten dahin gerannt", sagte Kompany. So reagierten die Münchner gar nicht und Kane verschoss - nachdem er zuvor alle 24 Elfmeter in der Bundesliga verwandelt hatte.
Nur in zwei anderen Wettbewerben scheiterte er jeweils einmal vom Punkt: im DFB-Pokal dieser Saison im Erstrunden-Spiel beim SV Wehen Wiesbaden. Und in der Champions League im Januar gegen Union Saint-Gilloise.
Titelfoto: Swen Pförtner/dpa (2)
