Nach bitterem Champions-League-Aus: Bayern siegen knapp in Wolfsburg
Von Lars Reinefeld, Stefan Tabeling
Wolfsburg - Drei Tage nach dem Champions-League-K.o. gegen Paris Saint-Germain hat der FC Bayern seine Pflichtaufgabe beim Abstiegskandidaten VfL Wolfsburg mit viel Mühe gemeistert. Die Münchner siegten am Samstag nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit mit 1:0 (0:0).
Damit wartet auf den Drittletzten Wolfsburg am letzten Spieltag ein Abstiegs-Endspiel beim punktgleichen vorletzten FC St. Pauli.
Da Wolfsburg und auch zuvor St. Pauli (1:2 bei RB Leipzig) sieglos blieben, haben der 1. FC Köln und Werder Bremen vorzeitig den Klassenerhalt geschafft. Der 1. FC Heidenheim, der drei Punkte hinter Wolfsburg und St. Pauli liegt, könnte mit einem Sieg am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) in Köln das Abstiegsrennen noch spannender machen.
Der VfL spielte eine seiner besten Halbzeiten in dieser Saison und hatte vor der Pause zahlreiche Chancen, um gegen die müde und unkonzentriert wirkenden Bayern in Führung zu gehen. Schon in der siebten Minute prüfte Vinicius Souza den dieses Mal wieder Manuel Neuer vertretenden Jonas Urbig im Bayern-Tor.
Danach hatten auch Patrick Wimmer (28.) sowie Denis Vavro und Christian Eriksen (38.) gute Gelegenheiten. Doch die Bayern wurden bei dem Offensiv-Spektakel in den ersten 45 Minuten ebenfalls gefährlich. Tom Bischof (19.) traf nur die Latte, dann stand Kane nach einem Foul an Olise im Strafraum für den fälligen Strafstoß bereit - und verschoss, nachdem er zuvor in 24 Bundesliga-Versuchen immer getroffen hatte.
Michael Olise traf mit einem traumhaften Schuss in den Winkel
Nach dem Seitenwechsel traten die Bayern deutlich dominanter auf. Wolfsburg zog sich weit zurück und schaffte kaum noch Entlastung.
So dauerte es nur knapp zehn Minuten, ehe der deutsche Meister in Führung ging. Olise (56.) traf auf seine unnachahmliche Art und Weise mit einem traumhaften Schuss in den Winkel.
Danach kontrollierten die Münchner das Geschehen und hatten durch Kane (61.), Musiala (64.) und Olise (72.) auch noch mehrere Gelegenheiten zum 2:0. Stattdessen hätte der VfL beim Pfostenschuss von Mattias Svanberg sogar noch einen Punkt holen können (89.).
Für Wolfsburg geht es nun in einer Woche darum, den erstmaligen Abstieg aus der Ersten Liga zu verhindern.
Titelfoto: Swen Pförtner/dpa

