Ex-Jena-Trainer an Krebs erkrankt! Fans sammeln für Ost-Ikone

Jena - Schlimme Neuigkeiten von Trainer-Ikone Heiko Weber (60)! Der Fußball-Lehrer ist an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt.

Ex-Trainer Heiko Weber (60) kämpft jetzt abseits des Fußballfeldes gegen den Krebs.  © Picture Point / Gabor Krieg

Diese Nachricht machte spätestens am Samstag die öffentliche Runde, nachdem Weggefährten für den Ex-Coach von Carl Zeiss Jena, Energie Cottbus und Erzgebirge Aue eine Spendenkampagne gestartet hatte.

Das Ziel: Weber eine Schmerztherapie zu ermöglichen, um ihm den Alltag zu erleichtern. Die Kosten einer solchen Behandlung seine "immens", weshalb es jetzt auf Spenden-Suche geht.

Die Initiatoren sind drei Gremienmitglieder aus Jena, wo Weber besonders große Spuren hinterlassen hatte. Insgesamt 21 Saisons wirkte Weber als Spieler, Trainer und Sportlicher- und Nachwuchsleiter an den Kernbergen.

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Deshalb ist die Anteilnahme nach dem ersten Schock umso größer, binnen acht Stunden kamen Stand Samstagnachmittag schon über 12.000 Euro zusammen.

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Heiko Weber erlangte in Jena Legendenstatus und war zuletzt ohne neuen Posten

In Jena war Weber in nahezu allen Funktionen tätig, unter anderem als Aufstiegstrainer in die 2. Bundesliga.  © Picture Point

Zuletzt war es um Weber, der in Thale im Harz geboren wurde, ruhig geworden. Die Ost-Ikone trainierte den ZFC Meuselwitz, wo er im April 2023 freigestellt wurde.

Sein Denkmal hatte er sich in Thüringen schon Jahre zuvor gebaut: Carl Zeiss Jena führte er gleich zweimal in die 2. Bundesliga, erst als Spieler (1991), später als Trainer (2006).

Besonders geschichtsträchtig: Webers Treffer im Mai 1991 für den FCC im letzten Spiel der DDR-Oberliga gegen Cottbus. Nach seinem Karriereende sattelte er auf Trainer um und führte Jena von der viertklassigen Oberliga bis ins Bundesliga-Unterhaus.

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Auch in der Beletage des deutschen Fußballs durfte er sich als Trainer versuchen, im September 2007 coachte er Cottbus für eine Partie interimsweise - ausgerechnet gegen Bayern München (0:5).

Über Aue führte sein Weg wieder nach Thüringen zurück, wo er abwechselnd Jenas Jugend und Meuselwitz' Herren betreute - und sich als Trainer alter Schule und mit markigen Sprüchen einen Namen machte.

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