26 Sekunden fehlen zum Punktgewinn: Rostock schockt starke Veilchen!

Rostock/Aue - Ist das unfassbar bitter! Fast schien es, als würde Marcel Bär, der sich vor zehn Monaten auswärts bei Hansa Rostock die Achillessehne riss, die Geschichte des Spiels schreiben und Erzgebirge Aue mit seinem sehenswerten Kopfballtor ein verdientes Remis bescheren. Doch dann entriss Ryan Naderi den sicher geglaubten Zähler 26 Sekunden vor Abpfiff. Aue startet mit einem 1:2 (1:1) in die Rückrunde und hat sich eigentlich kaum etwas vorzuwerfen.

Bitter: Aue-Spieler Erik Majetschak (am Boden) musste nach nur zwölf Minuten vom Platz.  © picture point/Sven Sonntag

Bei der Kogge kam bereits vor Beginn richtige Feierlaune auf, als die Hanseaten anlässlich ihres 60. Vereinsjubiläums eine riesige Choreografie über das ganze Ostseestadion aufzogen.

Von dieser eindrucksvollen Kulisse ließen sich die Veilchen offensichtlich wenig beeindrucken. Man begann mutig und forsch, gegen eine ambitionierte Rostocker Mannschaft, die wie fast zu erwarten stand mehr Ballbesitz aber eben keine klaren Chancen hatte.

In die starke Anfangsphase hinein kam das Verletzungspech bei Erik Majetschak, der einen Schlag von Andreas Voglsammer abbekam und nach nur zwölf Minuten runtermusste. Aue zeigte sich davon erstmal nicht geschockt und hatte wenig später die riesige Chance durch Julian Günther-Schmidt (15.).

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Trotz weniger Ballbesitz waren die Gäste das gefährlichere Team. Umso ärgerlicher, dass Hansa durch eine Halbchance in Führung ging. Ryan Naderi mit dem Pass auf Viktor Bergh der zu Jonas Dirkner (44.) weiterleitete. Mika Clausen und Jamilu Collins konnten ihn nicht mehr stoppen und es stand so kurz vor dem Gang in die Kabine 0:1.

Wie und wann würde Aue reagieren? Die Frage beantwortete der herlliche Spielzug über Clausen und Jannic Ehlers, die links am Strafraum die Abwehr aushebelten.

Clausens gefühlvolle Flanke von der Torlinie nickte Marcel Bär (45.+4.) auf Höhe des zweiten Pfostens mustergültig ein. Den macht bei den Veilchen wahrscheinlich auch nur der 33-Jährige so unnachahmlich rein.

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Jubel bei den Rostockern nach dem Führungstreffer von Jonas Dirkner.  © picture point/Sven Sonntag

Unglaublich! Rostock schlägt kurz vor Schluss zurück

Ausgleich! Marcel Bär (l.) nickte zum 1:1 ein, doch kurz vor Schluss schlugen die Rostocker zurück.  © picture point/Sven Sonntag

Das Remis zur Pause absolut verdient und auch danach war es ein richtig starkes Auswärtsspiel, das die Härtel-Elf auch ohne die Stammkräfte Pascal Fallmann, Marvin Stefaniak oder Julian Guttau ablieferte.

Louis Lord, der hintendrin den Vorzug vor Kapitän Martin Männel erhielt, war, wenn gefordert, da, aber seine Vorderleute verhinderten einige gute Einschussmöglichkeiten der Kogge auch mit letztem Einsatz, so unter anderem Jonah Fabisch und Collins.Je länger das Spiel dauerte, desto mehr drängten sogar die Veilchen auf den Sieg.

Hansa mit dem Konter über Nico Neidhardt (90.), aber sonst kaum nennenswerten Offensivaktionen. Wenn die erste Halbzeit etwas gezeigt hatte, dann dass du bis zur letzten Sekunde da sein musst. Zu Aues Leidwesen bestätigte sich dies erneut.

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Neidhardt mit der Flanke von rechts auf Naderi (90.+4.), den dieser volley ins Eck setzte. Lord und Aue 26 Sekunden vor Ultimo geschlagen!

Tabelle 3. Liga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Energie Cottbus 19 42:33 36
2 SC Verl 19 44:26 35
3 MSV Duisburg 19 32:22 34
4 Rot-Weiss Essen 19 36:30 34
5 FC Hansa Rostock 19 31:19 32
6 VfL Osnabrück 19 26:21 32
7 TSG 1899 Hoffenheim II 19 40:27 31
8 TSV 1860 München 19 29:29 30
9 SV Waldhof Mannheim 19 32:31 29
10 VfB Stuttgart II 19 26:26 29
11 SV Wehen Wiesbaden 19 25:23 28
12 Viktoria Köln 19 28:25 27
13 SSV Jahn Regensburg 19 28:29 24
14 FC Ingolstadt 04 19 32:30 22
15 1. FC Saarbrücken 19 29:31 22
16 FC Erzgebirge Aue 19 23:28 22
17 Alemannia Aachen 19 28:34 21
18 SSV Ulm 1846 19 26:44 16
19 TSV Havelse 19 25:40 13
20 1. FC Schweinfurt 05 19 16:50 6

Die Tabelle der 3. Liga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Drittliga-Meister und steigt in die 2. Liga auf. Auch der Zweite steigt direkt auf. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Platz der 2. Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in der Liga.

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