Härtel entscheidet in Torhüterfrage: Aue startet mit Lord in die Rückrunde
Aue-Bad Schlema - Die Würfel sind gefallen! Der FC Erzgebirge Aue geht mit Louis Lord (22) zwischen den Pfosten in die Rückrunde. Er verdrängt damit fürs Erste den Kapitän und Platzhirsch Martin Männel (37) ins zweite Glied. Dies bestätigte Cheftrainer Jens Härtel (56) am Donnerstagnachmittag auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel bei Hansa Rostock an diesem Samstag.
"Wir haben uns für das Spiel in Rostock entschieden, dass Louis im Tor stehen wird. Er war im Flow, und es gab keinen Grund, etwas zu ändern, zumal Martin, nachdem das Erfurt-Spiel abgesagt wurde, kein Vorbereitungsspiel gemacht hat", so Härtel.
Für Urgestein Männel, der im November sein 550. Punktspiel im Aue-Jersey bestritt, sei es keine angenehme Entscheidung gewesen. "Martin ist ein Vollprofi. Es geht immer um die Mannschaft, den Verein und nicht einzelne Personalien. Trotzdem hat er den Anspruch, hier zu halten, wird Gas geben und sich nicht ins Kämmerlein zurückziehen", unterstrich Härtel.
Der 37-jährige Männel, der vor der Winterpause wegen einer Hüftverletzung ausfiel, bestritt seinen letzten Einsatz am 28. November in Wiesbaden.
In seiner Abwesenheit avancierte Lord, die eigentliche Nummer drei, zum wichtigen Rückhalt, hatte erheblichen Anteil an den Remis gegen Ingolstadt und in Duisburg sowie an dem Sieg zur Mettenschicht gegen Schweinfurt.
Qual der Wahl auf Torhüterposition
Härtel hatte bereits in der Vorwoche auf TAG24-Nachfrage gesagt, dass man sich die Entscheidung nicht leicht machen werde.
Nun legte er am Donnerstag nach: "Wir haben mit Martin unseren Kapitän, der eine gute Hinrunde gespielt hat, aber auch Louis hat die letzten Spiele sehr gut gehalten."
Aue hat auf der Torhüterposition die Qual der Wahl - im positiven Sinne. Wer zwischen den Pfosten gefragt ist, liefert ab, und so muss es auch sein.
Härtel: "Martin ist topfit. Man hätte es auch anders entscheiden können. Wir sind froh, drei gute Torhüter zu haben. Für Max Uhlig ist es jetzt bitter, auf Platz drei gerutscht zu sein, aber es ist nicht so, dass jetzt alles in Stein gemeißelt ist. Louis hat für uns fünf Spiele gemacht, die er alle gut gemacht hat. Wir hoffen, dass er in dem Flow drinbleibt."
Titelfoto: PICTURE POINT / S. Sonntag

