Aue legt wieder los: "Die ersten drei Spiele werden Schlüsselspiele sein"

Aue - 2025 ist abgehakt. Erzgebirge Aue hat vor und während der Winterpause Entscheidungen von Tragweite getroffen, mit denen der nachhaltige Erfolg ins Lößnitztal zurückkehren soll. Mit der Partie bei Hansa Rostock startet für die Veilchen das neue Fußballjahr - und das soll erheblich besser als sein Vorgänger werden.

FCE-Coach Jens Härtel (56) will und muss bei seiner nächsten Rückkehr an die alte Wirkungsstätte etwas Zählbares mit zurück ins Erzgebirge bringen.
FCE-Coach Jens Härtel (56) will und muss bei seiner nächsten Rückkehr an die alte Wirkungsstätte etwas Zählbares mit zurück ins Erzgebirge bringen.  © picture point/Sven Sonntag

Die neue Klubführung hat dem Cheftrainer den Rücken gestärkt und einen neuen Sportchef sowie Co-Trainer installiert. Veilchen-Coach Jens Härtel (56) merkt man die Veränderungen an. Er wirkt gelöster und lockerer, wie vor der Samstagspartie an der Küste einmal mehr zu spüren war.

Die Klubbosse erhoffen sich, dass von ihren Personalentscheidungen darüber hinaus weitere Signale ausgehen - an die Mannschaft, in den Verein hinein sowie in dessen Umfeld.

"Ich denke, dass das, was für eine gewisse Unruhe in der Kabine, neben dem Platz und in den Gremien gesorgt hat, ein Stück weit beruhigt wurde und man sich auf das Wesentliche konzentriert", betonte Präsident Thomas Schlesinger (53) vor dem Rückrundenauftakt gegenüber TAG24.

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Fakt ist, dass jede Entscheidung, die getroffen wurde, mit dem sportlichen Erfolg steht und fällt. Das wissen Schlesinger, seine Gremienkollegen und nicht zuletzt Coach Härtel. Der erfahrene Fußballlehrer muss liefern und sich der Punkteschnitt im Vergleich zum Kalenderjahr 2025 (1,13 Zähler pro Spiel) merklich verbessern.

"Die ersten drei Spiele werden Schlüsselspiele sein", meint Schlesinger mit Blick auf das Startprogramm bei Aufstiegsaspirant Rostock und vielmehr noch die folgenden direkten Kellerduelle gegen Ulm (H) und Havelse (A).

Offensivspieler Marvin Stefaniak und Julian Guttau fehlen gegen Rostock

Aue-Präsident Thomas Schlesinger (53)
Aue-Präsident Thomas Schlesinger (53)  © picture point/Sven Sonntag

"Solange wir wie gegenwärtig nur einen Punkt über dem Strich stehen, wird es die Ruhe erstmal nicht geben", weiß Schlesinger, dass das Erzgebirgsvolk schnell ein gäriger Haufen sein kann.

Nur muss man halt auch immer die Relationen genau in Betracht ziehen. Rostock steht zwei Zähler hinter dem Relegationsplatz und will hoch. Aue dagegen wehrt sich, nicht wieder unten reinzurutschen.

"Wir kennen das aus dem letzten Jahr (1:4/d. Red.), als wir Lehrgeld gezahlt haben und eine gute Phase von uns jäh beendet haben. Da haben wir uns ein bisschen überrumpeln lassen. Diesmal müssen wir von Anfang an dagegen halten. Die kommen mit Wucht, wollen uns hoch pressen. Zuletzt in Duisburg haben wir das gut gemacht", schätzt Härtel ein.

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Offensiv werden in Abwesenheit von Marvin Stefaniak (30, 5. Gelbe) und Julian Guttau (26, Trainingsrückstand) die Hoffnungen auch auf Marcel Bär (33) ruhen. Er war der einzige Torschütze beim 1:4 im März im Ostseestadion, wo ihm bittererweise die Achillessehne riss.

Härtel: "'Cello' ist bereit, aber klar kann er noch keine 90 Minuten spielen. Er gibt der Mannschaft etwas und ist ganz klar ein Startelf-Kandidat."

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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