Aue-Kapitän Bär widmet den Doppelpack seinen beiden Kindern, dennoch: "Das war ein ganz ekliges Spiel"

Berlin - Frei nach Werner Beinhart: Nicht ganz schön, aber fein. Der FC Erzgebirge hat auch nach den beiden Derbysiegen gegen Zwickau und Jena die Spur gehalten. Das 2:1 in Berlin bei Eintracht Stahnsdorf war überhaupt nicht schön anzuschauen, der Dreier umso wichtiger. Dank Marcel Bär (34), der mit seinen beiden Toren vom Elfmeterpunkt ganz besondere Tage für ihn abrundete.

Erzgebirge Aue holte drei wichtige Punkte und rückte wieder weiter nach oben auf der Tabelle.  © Picture Point/ Sven Sonntag

"Es war die perfekte Woche für mich, sportlich wie persönlich. Für uns war es der dritte Sieg in Folge, mein Sohn ist zur Welt gekommen. Perfekt. Die zwei Tore widme ich meinen beiden Kindern", strahlte der doppelte Torschütze.

Mit seinem Doppelpack brachte Bär seine lila-weißen Farben auf Rang sechs und wieder näher oben heran - mal von Spitzenreiter Erfurt abgesehen. Da blieb der Abstand gleich.

Aber auf den CFC hat der FCE den Abstand nun um drei Punkte verkürzt, liegt nur noch drei Zähler hinter dem alten Rivalen, der auf Rang zwei steht.

FC Erzgebirge Aue Mit frischgebackenem Papa Bär und viel Speed: Erzgebirge Aue peilt dritten Sieg in Serie an

Dass es in Berlin keinen Schönheitspreis zu gewinnen gab, wussten die Veilchen. Keine Kulisse, ein enger Platz, eine Stolperwiese und ein unangenehmer Gegner.

"Das war ein ganz ekliges Spiel. Wir haben uns darauf eingestellt, dass wir nicht so viel Fußball spielen werden. Genauso ein Spiel ist es geworden. Wir sind eher als glücklicher Sieger vom Platz gegangen", so Bär: "Darüber spricht aber schon morgen niemand mehr."

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Aue-Stürmer Bär verwandelt beide Elfer

Gleich zweimal verwandelte Marcel Bär in Berlin einen Elfmeter.  © Picture Point/ Sven Sonntag

Aue musste gegen hartnäckige Stahnsdorfer sogar einem Rückstand herlaufen, Endi Jupolli (28.) traf. Aber Bär stellte Aue wieder auf die Beine, er holte den ersten Elfer (35.) selbst raus und verwandelte sicher.

Beim zweiten kurz vor Schluss (86.) war es schon brenzliger. "Der Torhüter hat sehr lange gewartet. Deshalb war es wichtig, den Ball hart und platziert zu schießen", so der Kapitän. "Das war schon ein wichtiger Dreier".

Den kann Aue nach der selbst verursachten Pause am Wochenende - da steht die nächste Runde im Landespokal an - am letzten Spieltag der Vorrunde daheim gegen Babelsberg veredeln und sich vielleicht noch weiter nach oben heranrobben.

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Rot-Weiß Erfurt 16 48:19 37
2 Chemnitzer FC 16 34:16 33
3 BFC Dynamo 16 25:13 32
4 Hallescher FC 16 25:14 31
5 VSG Altglienicke 16 32:20 30
6 FC Erzgebirge Aue 16 26:19 30
7 FC Carl Zeiss Jena 16 24:14 27
8 Greifswalder FC 16 33:24 26
9 1. FC Lokomotive Leipzig 16 32:29 24
10 1. FC Magdeburg II 16 32:33 21
11 FSV Zwickau 16 18:27 19
12 SV Babelsberg 03 16 16:28 16
13 BFC Preussen 16 20:23 15
14 BSG Chemie Leipzig 16 18:25 14
15 Hertha BSC II 16 15:30 12
16 Tasmania Berlin 16 24:48 11
17 RSV Eintracht 1949 16 16:36 9
18 FSV 63 Luckenwalde 16 17:37 8

Der Meister der Regionalliga Nordost steigt in diesem Jahr direkt in die 3. Liga auf.

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