Aue-Keeper bei Gedenkaktion ergriffen: "Habe mich mit feuchten Augen erwischt"
Aue - "Ich habe mich mit feuchten Augen erwischt", war Martin Männel (38) vom FC Erzgebirge Aue sehr ergriffen von dem Moment, als das komplette Erzgebirgsstadion, Heim- wie Auswärtsfans, vor dem Heimspiel gegen Carl Zeiss Jena dem kürzlich verstorbenen Heiko Weber gedachte.
"Das war sehr bewegend! Das komplette Stadion war ruhig und bei der Choreografie des Gästeblocks habe ich da auch mal reinapplaudiert. Das war dem Anlass entsprechend", sagte Männel, der 2008 von Weber aus Cottbus nach Aue geholt wurde, bevor er auf die danach folgenden 90 Minuten zu sprechen kam. Der FC Erzgebirge ließ dem Derbysieg den nächsten wichtigen Dreier folgen – und das zum zweiten Mal zu null.
"Man merkt, dass wir diese gewisse Stabilität wieder zurückerlangt haben. Das Spiel war aber wieder anders als das in Zwickau. Gerade in der ersten Halbzeit ging es viel hin und her mit vielen Ballverlusten", meinte der 38-jährige Routinier zum Abnutzungskampf, den sich beide Teams lange boten. Da brauchte es den Dosenöffner. Aue hatte ihn in Person von Marcel Bär (57.) parat.
"Das 1:0 tat uns sehr gut und normalerweise müssen wir danach noch ein, zwei Tore machen. Wichtig war, dass wir defensiv ähnlich stabil bleiben wie zuvor gegen Halle und Zwickau. Denn für ein eigenes Tor sind wir immer gut!", meinte FCE-Coach Khvicha Shubitidze (52).
Aue verbessert die Defensivarbeit
Die verbesserte Defensivarbeit sprach auch Männel an: "Im Vergleich zum Saisonbeginn, wo wir noch relativ viel zugelassen haben, haben wir jetzt eine gewisse Stabilität als Mannschaft entwickelt."
Was dem Schlussmann ganz wichtig ist: "Es geht nicht um Namen, wer auf welcher Position spielt, sondern bei jedem ist das Verständnis dafür da, dass das eigene Tor zu verteidigen die Grundvoraussetzung ist. Wenn du in jedem Spiel drei Tore kriegst, ist es schwierig zu punkten."
Einen Fakt darf man dabei aber auch nicht außer Acht lassen: Seit Männel nach dem fünften Spieltag ins Tor gerückt ist, kassierte Aue nur noch 0,9 Treffer pro Spiel. Vorher lag die Quote bei 1,8.
Titelfoto: Bildmontage: Michael Thiele,