Aue lange besser als Osnabrück, aber über eins ärgert sich Coach Dotchev besonders

Osnabrück - Die Minuten 54 bis 57 waren beim Duell vom FC Erzgebirge Aue an der Bremer Brücke entscheidend. Zweimal hatte Osnabrück Glück, zweimal die Gäste aus Aue Pech. Das 1:3 beim VfL war bitter, weil auch nicht zwingend verdient. Die Veilchen waren lange Zeit die spielerisch bessere, mutigere und kämpferische Mannschaft.

War mit der Leistung zufrieden, mit dem Ergebnis nicht: FCE-Trainer Pavel Dotchev (57).
War mit der Leistung zufrieden, mit dem Ergebnis nicht: FCE-Trainer Pavel Dotchev (57).  © picture point/Sven Sonntag

FCE-Trainer Pavel Dotchev (57) kniff die Augenbrauen zusammen, als er die beiden wichtigen Szenen innerhalb von 180 Sekunden noch einmal sah. Erst verpasste Erik Majetschak (22, 54.) nach einer Ecke das 2:1.

Seinen Schuss aus Nahdistanz parierte VfL-Keeper Philipp Horn (28) prächtig.

Dann auf der Gegenseite blieb einfach nur Kopfschütteln. Sam Schreck (24) gewann am eigenen Strafraum einen Zweikampf gegen Erik Engelhardt (24), wurde von diesem ungestraft gefoult.

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Lukas Kunze (24) kam an den Ball. Sein Abschluss wäre weit rechts neben das Tor gegangen, doch Korbinian Burger (27) bekam das Leder auf den Rücken, von da änderte es komplett die Richtung und sprang links ins Gehäuse. Ein doofes wie krummes Ding.

"Da kann man auch auf Foul für Sam entscheiden", monierte Dotchev ärgerlich. "Und dann so ein abgefälschter Schuss. Das Gegentor fällt in einer Phase, als wir gut im Spiel, am Drücker waren. Durch das 1:2 haben wir leider Osnabrück Mut gegeben", so Dotchev. "Wir müssen das akzeptieren, das ist bitter. Aber unter dem Strich ein gutes Spiel, mit der Art und Weise bin ich einverstanden."

Das krumme Ding zum 2:1 für den VfL: Lukas Kunze (24, r.) zog aus 16 Metern ab. Der Ball wäre rechts Richtung rotes Not-Ausgangstor gegangen. Aber Korbinian Burger (27) fälschte die Kugel unglücklich ab.
Das krumme Ding zum 2:1 für den VfL: Lukas Kunze (24, r.) zog aus 16 Metern ab. Der Ball wäre rechts Richtung rotes Not-Ausgangstor gegangen. Aber Korbinian Burger (27) fälschte die Kugel unglücklich ab.  © picture point/Sven Sonntag

Aue-Coach Dotchev: "Aber Fußball ist und bleibt ein Ergebnissport"

Traf zum vierten Mal in dieser Saison, zum zweiten Mal vom Punkt: Dimitrij Nazarov (32).
Traf zum vierten Mal in dieser Saison, zum zweiten Mal vom Punkt: Dimitrij Nazarov (32).  © picture point/Sven Sonntag

Kann er, denn bis dahin hatte Osnabrück zwei Chancen: Einen Kopfball von Robert Tesche (35, 3.), den Martin Männel (34) toll an die Latte lenkte, und das Tor zum 1:0 durch Engelhardt (9.). Da sah aber die komplette Hintermannschaft, einschließlich Keeper, nicht gut aus.

Aber trotz des frühen Rückstandes waren es die Erzgebirger, die dem Spiel den Stempel aufdrückten, den auf Konter lauernden Niedersachsen zwischen der 10. und 57. Minute keine Chance ließen.

Der Ausgleich war überfällig. Dimitrij Nazarov (32, 20.) erzielte nach einem Handspiel von Florian Kleinhansl (22) das 1:1 vom Elfmeterpunkt.

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"Wir konnten das umsetzen, was wir uns vorgenommen haben. Wir haben um jeden Meter gekämpft. Osnabrück hat gewonnen, weil es mehr Matchglück hatte. Das Spiel hätte auch andersherum ausgehen können. Aber Fußball ist und bleibt ein Ergebnissport und das spricht diesmal nicht für uns, leider", so Dotchev.

Spektakuläre Tat: FCE-Keeper Martin Männel (34) lenkte einen Kopfball von Robert Tesche (35) reaktionsschnell an die Latte.
Spektakuläre Tat: FCE-Keeper Martin Männel (34) lenkte einen Kopfball von Robert Tesche (35) reaktionsschnell an die Latte.  © picture point/Sven Sonntag

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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