Aue nach erstem Viertel auf Platz 3: Vereinspräsident Schlesinger zieht Bilanz

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Aue - Erzgebirge Aue hatte sich infolge des Drittligaabstiegs einem Radikalumbruch unterzogen. 17 Neuzugänge wurden verpflichtet, dazu Khvicha Shubitidze (52) vor der Saison vom Interims- zum Cheftrainer befördert. Nun ist das erste Viertel in der Regionalliga Nordost nahezu gespielt und der Schacht liegt mit 17 Punkten aus den ersten acht Spielen auf dem dritten Platz. Zeit für TAG24, mit Vereinspräsident Thomas Schlesinger (54) eine erste Bilanz zu ziehen.

Vereinspräsident Thomas Schlesinger (54) sieht Erzgebirge Aue derzeit im Soll.
Vereinspräsident Thomas Schlesinger (54) sieht Erzgebirge Aue derzeit im Soll.  © PICTURE POINT / S.Sonntag

"Bei drei Punkten Rückstand auf die Spitze sehe ich uns im Soll. Aufgrund der vielen personellen Veränderungen benötigen Trainerteam und Mannschaft noch etwas Zeit, bis alle Dinge funktionieren. Das unterscheidet uns vielleicht noch von den eingespielten Teams", sagt der 54-jährige Unternehmer.

Was ihm bislang ein sehr gutes Gefühl vermittelte: "Man sieht, dass da eine Mannschaft als Einheit auf dem Platz steht, die Jungs gerne zum Training gehen und sich weiterentwickeln wollen."

Dieses Sich-Weiterentwickeln ist ein Prozess, der Zeit benötigt. Das wissen sie alle im Lößnitztal. Und dann sind es die kleinen Dinge, die den Präsidenten stolz auf das machen, was nach dem bitteren Gang in die Viertklassigkeit wieder am Entstehen ist.

Tschechische Tradition bei Aue: Fisl lässt hoffen
FC Erzgebirge Aue Tschechische Tradition bei Aue: Fisl lässt hoffen

"Von dem perfekt organisierten und angenommenen Familientag gegen Luckenwalde, Martins 600. Spiel und dem schlussendlich zählenden Ergebnis, dem Heimsieg, war ich unheimlich angetan und man merkt, dass der Verein viel mehr ist als 2. oder 4. Liga, Hamburg, München oder Babelsberg", unterstreicht Schlesinger, der selbst aus gesundheitlichen Gründen nicht dem Heimspiel beiwohnen konnte, sich aber sofort von seinen Gremienkollegen unterrichten ließ.

Schlesinger freut sich über die Einheit, die in der Mannschaft zu sehen und zu spüren ist.
Schlesinger freut sich über die Einheit, die in der Mannschaft zu sehen und zu spüren ist.  © PICTURE POINT / S.Sonntag

Ausgelassene Stimmung beim Familientag in Aue

Martin Männel (38) absolvierte am vergangenen Wochenende sein 600. Pflichtspiel.
Martin Männel (38) absolvierte am vergangenen Wochenende sein 600. Pflichtspiel.  © IMAGO/Frank Kruczynski

Man hat am Sonnabend lachende Kindergesichter, zahlreiche Familien, endlose Schlangen an Autogrammkartentischen gesehen, dazu einen Torhüter Martin Männel (38), der nach seinem 600. Pflichtspiel für Aue über eine Stunde auf der Stadionrunde für Selfies und Autogramme zur Verfügung stand.

Dazu der wohltuende Blick auf die Tabelle, der offenbart, dass Aue oben mitspielen kann.

Schlesinger: "Ich bin absolut einverstanden, wie sich Verein, Mannschaft und Fans als Gemeinschaft präsentieren. Am Sonnabend durfte jeder stolz sein, der mit dem FCE in Verbindung steht, ich war es zumindest."

Titelfoto: Bildmontage: PICTURE POINT / S.Sonntag (2)

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