Auer Hoffnung schwindet: Kapitaler Bock entscheidet Abstiegsduell
Regensburg - Kein Erfolgserlebnis nach Trainerwechsel! Der FC Erzgebirge Aue wartet im Jahr 2026 weiter auf den ersten Sieg in der 3. Liga. Durch einen groben Schnitzer von Luan Simnica gerieten die "Veilchen" beim SSV Jahn Regensburg früh auf die Verliererstraße und unterlagen mit 0:1.
Das neue Trainergespann Khvicha Shubitidze und Enrico Kern änderte die Startelf auf drei Positionen. Tristan Zobel, Jonah Fabisch und Julian Guttau rückten rein, zudem gab es ein Kapitäns-Beben.
Nicht Martin Männel trug die Binde, sondern Marcel Bär. Das kam überraschend, hatte Männel doch seit 2015/16 in der Regel das Amt des Spielführers innegehabt, wenn er in der Startelf stand. Bloß keinen Fehler machen, bloß kein frühes Gegentor hieß die lila-weiße Devise in den ersten Minuten, doch genau das geschah!
Nach einem langen Regensburger Befreiungsschlag orientierte sich Luan Simnica am Mittelkreis erst zögerlich zum Ball, dann unterlief ihm ein verhängnisvoller Stockfehler bei der Annahme. Philipp Müller schnappte sich die Kugel, guckte den herauslaufenden Männel aus und traf unten rechts zur Führung für den SSV Jahn zum 1:0 (9.).
Aue musste sich danach schütteln, Weinhauer hatte den ersten Abschluss (24.).
Ricky Bornschein hat die besten Auer Gelegenheiten in Regensburg
Noch vor der Pause folgten sechs wilde Minuten. Männel und der Pfosten retteten in Kombination nach einem Hottmann-Kopfball (36.). Im Gegenzug rutschte ein Regensburger weg, Bär hatte links freie Bahn, spielte Seifert im Sechzehner frei, dessen Schuss aufs lange Eck konnte Jahn-Schlussmann Gebhardt parieren (38.).
Bornschein hatte eine weitere richtig gute Chance, nachdem er von Weinhauer bedient wurde – der Angreifer zog jedoch am langen Eck vorbei (40.).
Doch es hätte auch 2:0 zur Pause stehen können, wenn Männel gegen den völlig blank stehenden Kühlwetter nicht beherzt rausgekommen wäre (42.).
Der 2. Durchgang ist schnell erzählt. Regensburg verwaltete. Aue schmiss sich voll rein, hatte aber nur aus der Luft Chancen auf den Ausgleich.
Bornschein hätte nach klasse Flanke von Weinhauer per Kopf das 1:1 erzielen müssen (53.)! Auch Weinhauer (63.) und Günther-Schmidt (86.) vergaben per Kopf ihre Möglichkeiten.
Es blieb beim 1:0 für Regensburg. Die Gastgeber haben durch den Dreier jetzt 18 Punkte Vorsprung auf Aue. 18 Zähler sind es auch, die insgesamt noch vergeben werden, auf der Drittliga-Abschieds-Tournee vom FCE. Denn selbst dem kühnsten Optimisten wird es nach acht Auer Pleiten in Folge schwer fallen, an den Klassenerhalt zu glauben.
Titelfoto: Picture Point / Sven Sonntag

