Aue - Der Bundesligist war, wie fast zu erwarten stand, ein paar Nummern zu groß! Der FC Erzgebirge Aue bot Erstliga-Aufsteiger Schalke 04 zur Generalprobe vor 12.438 Zuschauern nichtsdestotrotz einen großen Kampf und zog sich mit 2:4 (0:2) achtbar aus der Affäre. Der Fußballnachmittag im Lößnitztal machte jedenfalls richtig Laune auf die neue Spielzeit!
Bestens gefüllte Ränge und La-Ola-Wellen gleich zu Beginn der Partie waren die perfekte Einstimmung fürs Kumpel-Duell, das trotz des Leistungsunterschiedes zwischen erster und vierter Liga einige Rückschlüsse auf den Saisonstart zulassen dürfte.
Max Uhlig erhielt im Tor das Vertrauen von Cheftrainer Khvicha Shubitidze. Die Abwehrreihe bildeten Maxim Burghardt, Patrick Kapp, Bastian Strietzel und Stylianos Kokovas. Zentral davor agierten Nils Lihsek und Devin Angleberger.
Offensiv agierten Linus Queißer über rechts und Tim Maciejewski über links, Simon Skarlatidids zentral und Marcel Bär im Angriff.
Wie viel Bewegung in der letzten Trainingswoche nochmal hineinkommt, bleibt abzuwarten, allerdings deckten die Schalker schon die ein oder andere Lücke auf.
Moussa Sylla (28./45.+2.) bestrafte die zu passive Hintermannschaft. Beide Male kam Uhlig zudem den Tick zu spät.
Schalke macht es deutlich, aber Erzgebirge Aue steckt nicht auf
Dafür parierte der Keeper glänzend gegen Christian Gomis (48.) und ahnte beim Strafstoß von Bryan Lasme (50.) die richtige Ecke.
Nur wenige Sekunden später war der 19-Jährige jedoch machtlos. Ein Pass aus der Schalker Hälfte in die Tiefe riss die komplette Abwehr auf, die extrem hoch an der Mittellinie stand und dann das Tempo von Gomis (51.) nicht mitgehen konnte - 0:3. Schalke drehte auf und Lasme (54.) machte es deutlich.
Bär, der bereits in der ersten Halbzeit immer wieder in der Spitze gesucht wurde und nach einer Stunde die bis dato dickste Gelegenheit hatte, ließ die Veilchen erstmals für dieses Spieljahr im eigenen Wohnzimmer jubeln (62.).
Der frisch eingewechselte Chadi Ramadan (71.) wusch nach, was Aue letztlich ein achtbares Endergebnis bescherte. Von den Rängen gab's dafür nach Abpfiff Szenenapplaus.