Trotz des Unentschiedens: Aue hat sich weiterentwickelt

Aue - Der FC Erzgebirge Aue konnte zwar nicht seinen vierten Sieg in Folge holen, aber er hat sich gefestigt. Es gab nicht wenige Meinungen, dass Aue solch ein ausgeglichenes Spiel in der Hinrunde noch verloren hätte. So konnten sich die Veilchen nach dem 0:0 gegen die Zweite aus Freiburg den zehnten Punkt in Folge gutschreiben lassen.

FCE-Trainer Pavel Dotchev (57) konnte auch bei Aue ein hohes Spielniveau entdecken.
FCE-Trainer Pavel Dotchev (57) konnte auch bei Aue ein hohes Spielniveau entdecken.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

"Wenn man unsere Situation sieht, war der eine Punkt zu Hause zu wenig", sagte Trainer Pavel Dotchev (57) nach der intensiven Partie. "Aber ich schaue nicht nur auf die Punkte, sondern auch auf die Leistung und die hat gepasst", so der 57-Jähriger.

"Das war von beiden Seiten auf hohem Niveau. Es ging hin und her, beide Mannschaften wollten gewinnen. Daher ein Kompliment an meine Mannschaft. Mir war schon im Vorfeld klar, dass es ein schweres Spiel werden würde."

Sehenswert war es vom Taktischen her, vom Einsatz, vom Läuferischen. Spielerisch blieb vieles auf der Strecke, was auch dem holprigen Platz geschuldet war. Der Ball sprang oft wie eine Flipperkugel an die Schienbeine. Aue kam nicht oft durch, rieb sich immer wieder auf, kam gegen die extrem ballsicheren Freiburger oft einen Schritt zu spät.

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Die Gäste boten keine Lücken an, agierten sicher wie kaum ein anderer in dieser Saison. Aber die Einstellung hat gestimmt, der Einsatz der Auer war da. Und das ist eine Weiterentwicklung zum Herbst.

Auf den FCE warten keine leichten Gegner in den kommenden Wochen

Sam Schreck (24, r.) freut sich über die stabile Abwehr bei den Veilchen.
Sam Schreck (24, r.) freut sich über die stabile Abwehr bei den Veilchen.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Auch was die Defensive angeht. Bis zum 16. Spieltag kassierte der FCE 26 Gegentreffer, vier Partien später kam nur eins hinzu. Ein Faustpfand! Das sieht auch Sam Schreck (24) so.

"Die Abwehr ist die halbe Miete. Wenn du zu null stehst, dann ist das immer gut. Vorn sind wir immer für ein Tor gut. Deshalb freuen wir uns, dass wir da sehr stabil geworden sind", sagte er und sprach von einem gewonnenen Punkt gegen einen starken Gegner.

Gerade defensiv muss Aue in den kommenden fünf Wochen die neu gewachsene Stärke beweisen. Osnabrück, Mannheim, Wiesbaden, Saarbrücken und Dresden heißen die nächsten fünf Gegner, Schwergewichte und zum Teil noch Aufstiegskandidaten.

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"Wir sind gut beieinander und werden den Schwung mitnehmen", war sich Schreck nach dem Freiburg-Spiel sicher.

Titelfoto: PICTURE POINT / S. Sonntag

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