FCE-Präsident Schlesinger verurteilt Platzsturm: "Schädlich für den Fußball"
Aue - Das verlorene Ost-Derby gegen Energie Cottbus kommt Erzgebirge Aue teuer zu stehen! Zuallererst in der Tabelle, wo der Kontakt zu den Nichtabstiegsplätzen abgerissen und auf vier Zähler Rückstand angewachsen ist. Durch den Platzsturm mit einhergehender Spielunterbrechung droht dazu neben dem finanziellen auch ein Imageschaden.
"Sowas ist schädlich - nicht nur für den Fußball, sondern auch für den FC Erzgebirge Aue!", schüttelte FCE-Präsident Thomas Schlesinger (53) den Kopf, als er von TAG24 auf die Geschehnisse kurz nach der Halbzeitpause angesprochen wurde.
Die Energie-Fans hatten mit einem zweiteiligen Banner, der den Zaunfahnen-Raub zum Thema hatte, provoziert und einige Auer Chaoten sprangen über das Stöckchen und stürmten den Innenraum.
"Ich weiß nicht, was der DFB sich an Strafen einfallen lassen wird. Die Unterbrechung ist aber auch deswegen ärgerlich gewesen, weil wir die ersten sechs Minuten nach der Pause gut im Spiel drin waren. Das sind alles Dinge, die gehören nicht auf den Fußballplatz, nicht zum FCE - und schaden unserem Verein", verurteilt Schlesinger die Chaoten.
Was nicht zu kurz kommen darf: Die restlichen Aue-Fans standen wie eine Eins hinter ihrem Team. Es reichen aber wenige, um alle in Misskredit zu bringen.
Wenn der Kumpelverein in der gegenwärtigen Situation etwas nicht braucht, dann Nebenkriegsschauplätze, die zusätzlich Kraft kosten - und vor allem auch ins Geld gehen.
Ganz zu schweigen von dem direkten Einfluss auf das Geschehen auf dem Rasen. Da ging nach der rund viertelstündigen Unterbrechung der Rhythmus flöten. Energie entschied die Partie letztlich per Standard.
Schlesinger: Platzsturm nicht verantwortlich für Niederlage
Als Begründung für die Niederlage wollte Schlesinger den Platzsturm jedoch nicht anführen: "Das war nicht das Kriterium, wieso wir das Spiel verloren haben."
Ihn ärgerte vielmehr die Entstehung der Cottbuser Treffer im Nachgang an eine Ecke sowie durch eine Freistoßeingabe.
Schlesinger: "Wir waren mindestens auf Augenhöhe. Durch zwei Standards kriegen wir das 1:2 - das ist bitter. Ich bin etwas konsterniert. Aufgrund des Spielverlaufs waren wir an einem Punkt dran."
Titelfoto: Bildmontage: Picture Point/Sven Sonntag (2)
