Ost-Derby eskaliert: Energie-Fans provozieren, Aue-Chaoten stürmen den Platz
Aue - Die Befürchtungen sind eingetreten! Das Ost-Derby zwischen Erzgebirge Aue und Energie Cottbus ist völlig eskaliert! In der zweiten Halbzeit kam es seitens der Aue-Fans zu einem Platzsturm, der dazu führte, dass die Gästebank um Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz fluchtartig in Richtung Kabinentrakt sprintete.
Wahnsinn, was sich gut elf Minuten nach dem Seitenwechsel abspielte. Den Anfang nahmen die Geschehnisse mit einem zweiteiligen Spruchband im Gästeblock, auf dem geschrieben stand: "Cottbus grüßt alle fahnenlosen Schachter auf der Suche nach ihrer Identität." Damit spielten die Lausitzer auf den bislang unaufgeklärten Raub Ende November an, bei dem die aktive Auer Fanszene einen großen Teil ihrer Zaunfahnen verlor.
Schon im Vorfeld hatte die Polizei in ihrer Gefahrenprognose auf genau so ein Szenario hingewiesen, wie es in der Allgemeinverfügung des Erzgebirgskreises hieß. Genützt hatte es wenig, denn was jetzt passierte, war völlig inakzeptabel.
Aus dem Aue-Block gab's für die Provokationen der Gäste zunächst "Auf die Fresse"-Rufe, ehe mehrere Dutzend Chaoten die Absperrgitter überwanden und in den Innenraum gelangten, wo sie an der Seitenauslinie entlang in Richtung Auswechselbänke stürmten.
Erst als die Polizei eingriff, die das Ostderby mit starken Einsatzkräften, unter anderem aus der Bereitschaftspolizei Chemnitz, absicherte, machten die Idioten fluchtartig kehrt und flüchteten zurück in die eigenen Reihen.
Pyrogeschoss landet auf dem Rasen!
Nur Augenblicke später landete ein Pyrogeschoss mit lautem Knall auf dem Rasen, während beide Mannschaften das Spielfeld verlassen hatten.
Lediglich Aues Kapitän Martin Männel und Marvin Stefaniak kamen zurück und sprachen beschwichtigend auf die aktive Fanszene ein.
Nach Durchsage von Stadionsprecher Mario Dörfler wurde das unterbrochene Spiel gegen 17.55 Uhr bei der haargenauen Spielzeit von 51:30 Minuten fortgesetzt.
Titelfoto: Bildmontage: Picture Point/Sven Sonntag (2)
