Für Aue-Torjäger Bär zählt im Derby, wer mehr Willen hat: "Wir sind bereit, haben keine Angst vor Chemnitz!"

Aue - Aue-Coach Khvicha Shubitidze (51) war erst kürzlich vor dem letzten Heimspiel darauf zu sprechen gekommen, wie sehr sich die Liga auf Marcel Bär (34) fixiere, während dann andere aus dem Schatten treten und knipsen. So auch nun schon wieder bei Erzgebirge Aues 2:1 gegen den BFC Preussen.

Aue-Coach Khvicha Shubitidze (51).  © picture point/Sven Sonntag

"Es ist schon auffällig, aber okay, wenn dadurch die anderen mehr Räume haben. Wenn sich der Gegner auf ein, zwei Spieler fokussiert, glänzen andere. Am Ende ist es scheißegal, wer die Tore schießt", sagt Bär, der noch einen Tick mehr Effizienz einfordert: "Wir müssen unsere Torchancen mehr nutzen, das ist zu wenig Ausbeute. Worauf sich aufbauen lässt, ist, dass wir die Chancen haben."

Und die langten bereits für zehn Tore, was wiederum zehn Punkte einbrachte - ein überaus ordentlicher Saisonstart, wie auch der 34-jährige Angreifer findet.

"Das steht über allem und dass die Mannschaft Luft nach oben hat, sieht, glaube ich, jeder. Das ist aber auch gut so, denn wir dürfen nicht zu zufrieden sein, sondern müssen uns stetig weiterentwickeln", unterstreicht Bär.

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Schacht hat nur gute Erinnerungen an die letzten beiden Auftritte an der Gellertstraße

Aue-Angreifer Marcel Bär (34, r.) ist bereit für das Bezirksderby beim CFC.  © Picture Point / Gabor Krieg

Die erste Reifeprüfung steht jetzt im Bezirksderby beim Chemnitzer FC bevor, der mit Jan Löhmannsröben (35), Dennis Slamar (31), Andreas Geipl (34) oder Ron Berlinski (32) viel Erfahrung hat und beim vorigen Derby gegen den FSV Zwickau am dritten Spieltag mit einer solchen Dominanz aufgetreten war, dass es statt 3:1 gut und gerne 6:1 oder 7:1 für die Himmelblauen hätte stehen können, gar müssen.

Im Schacht haben sie derweil nur gute Erinnerungen an die letzten beiden Auftritte an der Gellertstraße, als im Sachsenpokal 2024/25 und 2025/26 jeweils 2:0-Siege eingefahren wurden. Im April war, na klar, Doppelpacker Bär der Unterschiedsspieler.

"Ich habe gute Erinnerungen daran. Trotzdem wird's ein rassiges Derby, wo beide Mannschaften alles reinpfeffern werden. Da zählt es eigentlich nur, wer mehr Willen hat. Wir sind bereit, haben keine Angst vor Chemnitz!", so Bär.

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Rot-Weiß Erfurt 4 13:3 10
2 Chemnitzer FC 4 10:1 10
3 FC Erzgebirge Aue 4 10:6 10
4 Greifswalder FC 4 10:6 7
5 1. FC Lokomotive Leipzig 4 9:7 7
6 FC Carl Zeiss Jena 4 7:4 6
7 Hallescher FC 4 4:3 6
8 VSG Altglienicke 3 8:6 5
9 RSV Eintracht 1949 4 5:6 5
10 1. FC Magdeburg II 3 8:5 4
11 SV Babelsberg 03 3 4:3 4
12 BFC Dynamo 4 5:7 4
13 FSV Zwickau 4 3:7 4
14 FSV 63 Luckenwalde 4 4:9 3
15 Hertha BSC II 3 3:9 3
16 Tasmania Berlin 4 4:15 3
17 BFC Preussen 4 3:8 1
18 BSG Chemie Leipzig 4 1:6 1

Der Meister der Regionalliga Nordost steigt in diesem Jahr direkt in die 3. Liga auf.

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