Im letzten Heimspiel wieder nur auf der Bank: Aue-Präsident Schlesinger äußert sich zu Männels Zukunft
Aue - Erzgebirge Aue verabschiedet sich im vorerst letzten Heimspiel im Profifußball am Freitagabend gegen Aufstiegsanwärter MSV Duisburg mit einem torlosen Remis von den eigenen Anhängern. Im Fokus stand dabei mit Martin Männel ein Spieler, der gar nicht auf dem Rasen stand, in der Halbzeitpause aber in aller Munde war.
Denn zum nun schon dritten Mal erhielt Louis Lord zwischen den Pfosten den Vorzug vor dem Routinier.
Wie dessen Zukunft über den Sommer hinaus im Lößnitztal aussieht, erklärte Präsident Thomas Schlesinger in der Halbzeitpause bei "MagentaSport": "Wir haben mit Max Uhlig und Louis Lord zwei junge Torhüter auf der Bank, die absolute Qualität haben und die das auch im Training permanent unter Beweis stellen."
Was die weiteren Planungen mit Männel anbelangt, berichtete Schlesinger, dass sich Sportvorstand Jens Haustein und auch Kaderplaner Steffen Ziffert mit dem Kultkeeper zusammengesetzt hätten.
"Wir können uns eine Rolle für Martin Männel im Verein absolut weiter vorstellen. Wie er diese Rolle, die wir im zugedenken, annimmt, muss noch genau abgestimmt werden. Wenn man einen Torhüter hat, der 38 ist und gleichzeitig zwei junge Talente auf der Bank sitzen, die absolut Qualität besitzen, muss man diesen jungen Leuten irgendwann die Chance geben. Deswegen gibt es Ideen, die gemeinsam mit dem Trainerteam und Martin Männel abgestimmt werden müssen", ließ Schlesinger aufhorchen.
Aue-Keeper Louis Lord sammelt Pluspunkte
Es deutet einiges darauf hin, dass sich nach fast 18 Jahren im Auer Tor eine Wachablösung anbahnt. Lord zumindest sammelte am Freitagabend Pluspunkte.
So bewahrte er die Veilchen mit seiner überragender Parade gegen Thilo Töpken (42.) vor dem Pausenrückstand. Auch gegen Dominik Kother (53.) und Can Coskun (86.) war Lord zur Stelle.
Die Zebras hatten etwas mehr vom Spiel, aber die Veilchen zeigten, angetrieben von einem lautstarken Publikum im nochmal mit 10334 Zuschauern richtig gut gefüllten eins-Erzgebirgsstadion, ein richtig starkes Heimspiel und verdienten sich den einen Zähler redlich. Trifft Marcel Bär tief in der Nachspielzeit, werden daraus sogar drei Punkte.
Titelfoto: picture point/Sven Sonntag
