Ist Goldbeck-Schmiergeld als Sponsorenleistung an Erzgebirge Aue geflossen?

Bielefeld/Aue - Vor dem Landgericht Bielefeld sind derzeit drei Männer angeklagt, weil sie ihren ehemaligen Arbeitgeber, den Baukonzern Goldbeck aus Bielefeld, um mehrere Millionen Euro betrogen haben sollen.

Der Bielefelder Baukonzern Goldbeck wurde offenbar von drei ehemaligen Mitarbeitern um Millionen betrogen.  © IMAGO / Stefan Zeitz

Wie die "Wirtschaftswoche" berichtet, soll das Trio in den vergangenen Jahren von mehr als 30 Unternehmen mit mehreren Millionen Euro geschmiert worden sein.

Die Männer arbeiteten demnach für eine Tochterfirma von Goldbeck, die etwa 200 Mitarbeiter beschäftigt und unter anderem Subunternehmer und Lieferanten für die Umsetzung von Großbaustellen beauftragt. Wer beim Schmiergeldsystem mitgemacht habe, erhielt den Auftrag für Arbeiten oder Materiallieferungen.

Goldbeck ist damit ein Schaden in zweistelliger Millionenhöhe entstanden.

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Drahtzieher des Schmiergeldsystems, sei ein 45-jähriger Projektleiter aus Ostdeutschland. Dieser habe einen Teil der illegal kassierten Gelder dafür verwendet, seinen Lieblingsfußballverein FC Erzgebirge Aue zu unterstützen.

Dies habe er auf Nachfrage der Richterin erklärt, wie die Wirtschaftswoche schreibt.

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Aue soll über fingierte Sponsoring Geld erhalten haben

Aue-Sprecher Lars Töffling (56).  © picture point/Sven Sonntag

Über ein dafür angelegtes Sponsoring soll der Kumpelverein in mehreren Tranchen etwas mehr als 40.000 Euro erhalten haben. Das Geld solle über einen Zuliefererbetrieb, der Goldbeck mit Material beliefert habe, als offizielles Sponsoring an den Verein geflossen sein. Teile des Schmiergelds in dieser Form zu verwenden, sei der Wunsch des 45-jährigen Projektleiters gewesen, wie dieser vor Gericht angab.

Noch heute tauche der Name des Unternehmens, über das die Förderung des Klubs abgewickelt wurde, auf einer Internetseite von Erzgebirge Aue als Sponsor auf, schreibt die Wirtschaftswoche.

TAG24 fragte bei Pressesprecher Lars Töffling (56) nach und erfuhr, dass sich bislang weder Staatsanwaltschaft noch Polizei beim Verein gemeldet hätten.

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"Woher die vereinbarten finanziellen Leistungen aus dem Sponsoring stammten, ist dem Verein nicht bekannt gewesen", so Töffling.

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