Wann schlägt Aue zu? Das sagen Vorstand und Sportchef zu Wintertransfers

Aue - Noch ist Erzgebirge Aue nicht ins Transferkarussell eingestiegen. Andere Drittligisten sind schon seit Wochen fleißig dabei. Dass sie im Lößnitztal gerne würden, steht außer Frage. So hatte Cheftrainer Jens Härtel (56) nach der Partie gegen Union Berlin (1:2) gegenüber TAG24 betont: "Wir würden schon ganz gerne etwas machen und haben zwei Positionen, wo wir sagen, dass es Sinn macht, sich zu verändern."

Aue-Sportchef Michael Tarnat (56) ist kein Freund von "Panikattacken".
Aue-Sportchef Michael Tarnat (56) ist kein Freund von "Panikattacken".  © Matthias Koch/dpa

Einen Hybridspieler, wie es letzte Saison Kilian Jakob (27) gewesen ist, und ein Backup für Marcel Bär (33) scheinen auf der Suchliste ganz oben zu stehen, wie man den weiteren Ausführungen Härtels entnehmen konnte.

Was macht derweil die Konkurrenz? Die 3. Liga ist, was das Verhalten auf dem Transfermarkt anbelangt, derzeit zweigeteilt.

Der kommende Auswärtsgegner Hansa Rostock hatte bis Dienstag niemanden weiter nachverpflichtet, der SSV Ulm um Ex-Coach Pavel Dotchev (60), der nächste Woche ins Erzgebirge kommt, hat sich dagegen bereits fünf Neue geangelt - darunter die letztjährigen Veilchen Mirnes Pepic (30) und Niko Vukancic (23, beide vereinslos).

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"Ich bin kein Freund von Panikattacken, etwas zu machen, nur weil andere Vereine etwas machen", hatte der neue Sportchef Michael Tarnat (56) bei seiner Vorstellung gesagt.

Transfers von vielen Faktoren abhängig

Die Transfers hängen von vielen Faktoren ab, sagt Aue-Sportvorstand Jens Haustein (58).
Die Transfers hängen von vielen Faktoren ab, sagt Aue-Sportvorstand Jens Haustein (58).  © Erzgebirge Aue/Dennis Hambeck

Nun ist es nicht so, dass Aue gänzlich untätig bleibt. Man will einfach keine Schnellschüsse tätigen, aus denen Fehlschüsse werden können. Letzteres kann sich Aue aufgrund begrenzter finanzieller Mittel im wahrsten Sinne des Wortes nicht leisten. Sprich: Qualität vor Quantität. Denn das fordern auch diejenigen, die im Zweifelsfall das Portmonee aufmachen, um zusätzliche Verstärkungen zu realisieren.

Das galt auch schon im Sommer, wo der Transfer von Julian Guttau (26) über FCE-Partner und Verantwortliche ermöglicht wurde, wie Ex-Sportchef Matthias Heidrich (48) seinerzeit unterstrich. Und nur so wird es voraussichtlich auch im Winter gehen.

"Es gab in zurückliegender Zeit Situationen, wo Transfers getätigt wurden und Sponsoren gesagt haben: 'Okay, im Sinne der Sache legen wir hier nochmal was drauf.' Das hängt nicht davon ab, wer Sportdirektor ist, sondern welche Qualität der Spieler hat. Wenn du für dich als sportliche Leitung überzeugt bist, dass es eine Verbesserung mit sich bringt, kannst du auch Sponsoren davon überzeugen, nochmal nachzulegen. Das ist das A und O", verdeutlichte der neue Sportvorstand Jens Haustein (58) zu Jahresbeginn im Gespräch mit TAG24.

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Was Aue kann und will ist das eine, was sich die Spielerseite vorstellt, das andere. Haustein: "Wir sind von vielen Faktoren abhängig. Ist so ein Spieler auf dem Markt? Will er nach Aue? Ist er bezahlbar? Das Anforderungsprofil kannst du dir nicht schnitzen."

Titelfoto: Bildmontage: Matthias Koch/dpa, Erzgebirge Aue/Dennis Hambeck

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