Kaderplanung trotz offener Trainerfrage: Aues unorthodoxes Vorgehen überrascht

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Aue - Mit dem Beginn der Spielergespräche, wie es kürzlich unter anderem Erik Majetschak (26), Erik Weinhauer (25) oder Louis Lord (22) gegenüber TAG24 bestätigt hatten, nimmt die Kaderplanung beim FC Erzgebirge erste konkrete Züge an. Eine zentrale Stelle klammern die sportlich Verantwortlichen um Sportvorstand Jens Haustein (58) und Kaderplaner Steffen Ziffert (61) zunächst aus: den Cheftrainer.

Aue-Sportvorstand Jens Haustein (58) ließ sich bei der Trainerfrage nicht festnageln.
Aue-Sportvorstand Jens Haustein (58) ließ sich bei der Trainerfrage nicht festnageln.  © PICTURE POINT / S.Sonntag

"Für die neue Saison ist vieles denkbar und wir prüfen alle Varianten. Intern wie extern. Im Moment sind Khvicha Shubitidze und Enrico Kern (übernahmen am 5. April interimsweise für die entlassenen Christoph Dabrowski und Lars Fuchs, Anm. d. Red.) in der Trainerverantwortung, sie haben unser Vertrauen und der Landespokal bleibt ein wichtiges sportliches Ziel", erklärte Haustein am Dienstag auf Nachfrage.

Die Gespräche zur Planung über die Saison hinaus liefen demnach parallel. "Wenn es Spruchreifes zu vermelden gibt bei Personalien, werden wir es bekannt geben. Das gilt für den Kader wie auch für die Trainerposition", gibt Haustein zu verstehen. Man wolle jedenfalls nichts übers Knie brechen.

Dass die Trainerposition und eine mögliche Neubesetzung des Sportdirektors derzeit bei den Veilchen nicht die höchste Priorität besitzen, deckt sich mit Informationen, die TAG24 aus Beraterkreisen erhielt.

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Demnach wurde auf Vorschläge für jene Positionen geäußert, dass Neuverpflichtungen auf diesen Positionen im Moment keine Rolle spielten.

Hat Erzgebirge Aue hinter den Kulissen schon einen neuen Trainer an der Angel?

Schlägt Ronny Thielemann (52) bald in seiner Heimat auf?
Schlägt Ronny Thielemann (52) bald in seiner Heimat auf?  © Picture Point / Gabor Krieg

Das Vorgehen, Spielergespräche zu führen, ohne vorher zumindest auf der Trainerposition klar Schiff zu machen, verwundert in der Branche, da Aue dabei ist, das Pferd von hinten aufzuzäumen.

Eigentlich ist es üblich, erst die Trainerfrage zu klären und dann gemeinsam die Kaderplanung anzugehen. Denn für Spieler und Berater ist gleichermaßen Folgendes relevant: Wer ist der Trainer? Welches System bevorzugt er? Und welche Rolle gedenkt er demjenigen Spieler zu?

Denkbar ist allerdings, dass Haustein & Co. bluffen und hinter den Kulissen längst einen neuen Cheftrainer an der Angel haben, mit dem man im Verborgenen an der Mannschaft bastelt, die den sofortigen Wiederaufstieg angeht – jenes Saisonziel für 2026/27 hatte Haustein am Sonntag bei "MagentaSport" nochmals untermauert.

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Ein Kandidat, der wie die Faust aufs Auge beziehungsweise ins Erzgebirge passt, ist der gebürtige Bad Schlemaer und Ex-Aue-Spieler Ronny Thielemann (52). Er kennt Ziffert aus gemeinsamer Zeit bei Energie Cottbus und sein auslaufender Vertrag als Nachwuchscoach bei RB Leipzig wird nicht verlängert.

Titelfoto: PICTURE POINT / S.Sonntag

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