Aue - "Es war ein Arbeitssieg, aber ein hochverdienter", umschrieb Innenverteidiger Patrick Kapp (29) das 2:0 (1:0) bei Aufsteiger SV Tasmania Berlin ziemlich treffend. Der FC Erzgebirge machte es wie die guten Pferde und sprang nicht höher, als er musste.
"Wir haben in allen Spielphasen nichts anbrennen lassen, ließen wenig zu und hätten das ein oder andere Tor mehr schießen können. Aber wir sind einfach froh, das Spiel gewonnen zu haben", resümierte Kapp.
Er hatte - jeweils auf Vorlage von Nils Lihsek - nach Ecke (9.) und Freistoß (86.) den Unterschied ausgemacht - auch weil Lihsek oder Finn Heidrich mit ihren Chancen am bockstarken Mateusz Mika im Tasmania-Gehäuse scheiterten.
Und damit erfüllte sich Kapps Prophezeiung. Der 29-Jährige hatte noch am Freitagvormittag gesagt, er würde zweimal knipsen, wie Teamkollege Simon Skarlatidis (35) verriet.
Kapp: "Ich wusste es nicht mehr, aber stimmt. Wir haben auf der Uhrzeit 16.16 Uhr gesetzt, zweimal die '16' (Kapps Rückennummer/d. Red.) und ich habe gesagt, heute werden es zwei Buden. Eigentlich egal wer sie macht, Hauptsache jemand macht sie! Wir sind froh, das Spiel gewonnen zu haben."
Über 1000 Schachter fuhren mit dem FCE nach Neukölln
Und die Freude teilten sie direkt nach Abpfiff mit über 1000 Schachtern, die den Weg nach Neukölln auf sich genommen hatten.
Eine überragende Kulisse für einen Freitagabend, fand auch Kapp: "Einfach unfassbar und sensationell, was die abrufen. Das wollten wir einfach zurückgeben. Wir sind einfach froh die Fans zu haben. Das pusht uns einfach!"
Donnerstagabend wird der Support nochmal um einiges größer sein, wenn es im heimischen eins-Erzgebirgsstadion gegen den BFC Dynamo geht und die Berliner Wochen ihre Fortsetzung finden.
"Wir spielen jetzt zweimal zuhause, wollen das Maximale herausholen und so wie heute unseren Job machen. Dann bin ich auch guter Dinge."