Kommentar zu Aue-Debakel: "Majetschak hat recht! Zu viele Ecken und Enden"
Aue - Dass beim FC Erzgebirge derzeit nicht nur sportlich nichts stimmt, den Pokalsieg mal ausgenommen, dürfte jeder geahnt haben. Die Abschiedsworte von Erik Majetschak (26), der zu Drittligist Jahn Regensburg wechselt, bringen den Beweis. Erstmals äußert sich ein (Ex-)Spieler dazu. Er zeichnet tiefe Gräben.
"Ede" kam 2019, da war Aue noch stolzer Zweitligist. Wenn einer einen Einblick in den Verein hat, dann er. Er hat den Niedergang mitgemacht. Wenn einer so spricht wie er, dann sollten die Alarmglocken angehen.
"Bekommt es wieder hin, die Kumpelwerte zu leben, und arbeitet nicht an allen Ecken und Enden gegeneinander", schreibt er in seinen sozialen Netzwerken.
Rumms! Das ist kein Nachtreten, das ist eine Bitte von ihm an alle. Ein Satz, der gnadenlos laut aufhallt.
Ob er die Verantwortlichen aufrüttelt, sie nachdenken lässt? Ich persönlich glaube es nicht mehr. Der Filmtitel "Denn sie wissen nicht, was sie tun" aus dem Jahre 1955 wird weiter Programm sein.
Und das schmerzt nicht nur die treuen Fans - oder wie sie vom Verein genannt werden: "wildfremde Menschen".
Thomas Nahrendorf: "Uneinigkeit ist nicht Schuld der Medien, lieber FCE!"
Nur mal so: Die Regionalliga ist ein Haifischbecken und Aue ist ein großer Fisch darin. Den zu fressen, ist ab Juli Ansporn von 17 anderen Vereinen.
Um dort zu bestehen, braucht es Einigkeit. Das zu vermitteln, da gehören alle im Verein dazu und kompetente Entscheidungsträger.
Kleinkriege, wie zum Beispiel gegen Medien(vertreter), helfen dabei nicht. Wenn Fakten von einem bestätigt werden und vom anderen nicht, sind wir wieder bei den Worten von Majetschak mit den Ecken und Enden.
Uneinigkeit ist nicht Schuld der Medien, lieber FCE!
Titelfoto: Bildmontage: Picture Point/Gabor Krieg, Steffen Füssel

