Männel, Lord oder Uhlig? Wer gegen Hansa hält, entscheidet Aue-Coach Härtel nach Erfurt-Test

Aue - Wenn sich bei Erzgebirge Aue in der Hinrunde etwas nicht stellte, dann die Torhüterfrage. Martin Männel (37) rettete seinen Vorderleuten in mehreren Spielen den Allerwertesten. Der 37-Jährige hatte zwar auch Wackler drin, zählt nach wie vor aber zu den Besten seines Fachs in der 3. Liga. Nichtsdestotrotz hat die starke Konkurrenz in den eigenen Reihen gezeigt, dass eine Wachablösung stattfinden könnte.

Auf das Spiel in Ulm folgte für Max Uhlig (19) eine Zwangspause. Er zog sich einen Anriss der Patellasehne im rechten Knie zu.
Auf das Spiel in Ulm folgte für Max Uhlig (19) eine Zwangspause. Er zog sich einen Anriss der Patellasehne im rechten Knie zu.  © Picture Point / Gabor Krieg

Max Uhlig (19) sollte perspektivisch als neue Nummer eins aufgebaut werden. Im Schatten von Urgestein und Eigengewächs trat, zwar nicht urplötzlich, aber zumindest mit einem gewissen Aha-Effekt, die eigentliche Nummer drei, Louis Lord (22), ins Rampenlicht.

Er hielt in Ulm, nachdem Männel aus privaten Gründen fehlte und sich Uhlig schwer am Knie verletzt hatte, und erhielt gute Kritiken.

Weil Männel die letzten drei Spiele vor Weihnachten verletzungsbedingt passen musste, war die Bühne wieder für den "kleinen Lord" bereitet. Und erneut packte der 22-Jährige, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, die Gelegenheit beim Schopfe.

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Die Bilanz der Hinrunde: zweimal Elf des Spieltags, einmal Spieler des Spieltags. Und ganz wichtig: Gegen Schweinfurt durfte Matchwinner Lord im Fanblock auf den Zaun.

"Natürlich hatte ich ein paar Szenen, die mir als Torhüter einfach guttun. Ich glaube aber, wir sind auch als Mannschaft gut zusammengerückt. Wir halten zusammen die Null und bügeln gemeinsam die Fehler aus", sagte er nach der Mettenschicht auf TAG24-Nachfrage.

Fünf Zähler aus den letzten drei Spielen im alten Jahr holte Aue mit Lord, der am Montagabend gegen Union Berlin die zweite Halbzeit zwischen den Pfosten stand und seinen Kasten sauber hielt.

Wie geht es für Louis Lord (22) im Erzgebirge weiter? Im Sommer läuft sein Vertrag aus.
Wie geht es für Louis Lord (22) im Erzgebirge weiter? Im Sommer läuft sein Vertrag aus.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Ist Aue-Keeper Männel für den Rückrundenauftakt in Rostock wieder fit?

Ob Martin Männel (37) gegen Rostock wieder im Tor steht, ist noch nicht entschieden.
Ob Martin Männel (37) gegen Rostock wieder im Tor steht, ist noch nicht entschieden.  © Picture Point / Gabor Krieg

Das wirft die Frage auf, ob sich Cheftrainer Jens Härtel (56) doch vielleicht die Torhüterfrage stellt? Lässt er den drinnen, der derzeit im Flow ist, oder geht die interne Hackordnung vor, sofern Männel sich rechtzeitig für den Rückrundenauftakt in Rostock (17. Januar) fit meldet?

Härtel gegenüber TAG24: "Martin hat am Montag die Freigabe erhalten, wieder alle Trainingsformen mitmachen zu dürfen. Wir müssen sehen, ob er freitags gegen Erfurt schon eine Halbzeit oder zumindest mal 30 Minuten halten kann. Danach wird dann natürlich entschieden. Louis hatte es gegen Union wieder ordentlich gemacht und in der Halbzeit, wo er spielte, zu null gehalten."

Es sei so oder so eine schwierige Entscheidung, die man in Ruhe treffen werde. "Das ist nicht ganz so einfach, wie bei einem Feldspieler. Aber wenn Martin gegen Erfurt nicht halten kann, ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass er in Rostock im Tor steht, gering", erklärt Härtel vor der Generalprobe gegen den thüringischen Regionalligisten.

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Die findet bereits am Freitag unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt und nicht wie ursprünglich geplant Samstagmittag.

Titelfoto: Bildmontage: PICTURE POINT / S. Sonntag, PICTURE POINT / Gabor Krieg (2)

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