Männels 16. Trainer bei Aue: "Frische Energie und unbelastet"

Aue-Bad Schlema - "Ein neuer Trainer kommt unbelastet und mit frischer Energie hierher und versucht, das auf uns als Mannschaft zu übertragen. So wie wir ins Spiel gestartet sind, hat das auch ganz gut funktioniert", reflektierte Kapitän Martin Männel (37) seine Eindrücke vom neuen Coach des FC Erzgebirge Aue. Christoph Dabrowski (47) ist der 16. (!) Cheftrainer, den Martin Männel in seinen bald 18 Jahren im Lößnitztal erlebt.

24. Januar 2011 - also 15 Jahre her. Aues Keeper Martin Männel versucht, gegen Bochums Christoph Dabrwoski an die Kugel zu kommen. (Archivbild)  © Imago

Interimslösungen inbegriffen sind es sogar 19 unterschiedliche Übungsleiter. Und jeder packte die Dinge einen Tick anders an - nicht anders verhält es sich bei Dabrowski.

Männel: "Er ist einer, der sehr emotional ist, dies gut rüberbringt und uns in vielen Einzelgesprächen mitgenommen hat." Letzten Endes habe man das exemplarisch an der Performance einzelner Spieler gesehen.

"Wenn man Mika Clausen auf dem Platz sieht oder Erik Weinhauer, der eingewechselt wurde und sofort den Abschluss hatte, statt den Ball nochmal anzunehmen und durch drei durchdribbeln zu wollen. Schieß einfach drauf! Ist zwar leider übers Stadiondach geflogen, aber mir ist es lieber, er versuchts, als sich zu verzetteln und den Mut nicht zu haben, abzuschließen. Darauf lag unter der Woche ein Stück weit der Fokus und bringt jeden Einzelnen vielleicht auch ein Stück weit voran", hofft Männel, dass sich der Trainer-Effekt entsprechend einstellt.

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Sieht man vom ehemaligen Teamchef Marc Hensel (39) ab, ist Dabrowski der erste Veilchen-Chefcoach, der einst gemeinsam mit Männel auf dem Platz stand - wenn auch als Gegenspieler.

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"Ich bin guter Dinge, dass es nächste Woche erfolgreicher wird"

Abstiegskampf kann Aue-Denkmal Martin Männel. Das hat er am Samstag mit einer starken Leistung gegen Saarbrücken bewiesen.  © Picture Point/ Sven Sonntag

Vier Duelle mit Bochum, je zwei Siege für Aue und den VfL stehen in ihrer persönlichen Bilanz. Jetzt wollen sie am Freitagabend gegen Viktoria Köln gemeinsam den ersten Sieg feiern. Da ist auch der Rückhalt wieder gefordert. Seine Leistung gegen Saarbrücken verschaffte ihm die zweite Nominierung in die Kicker-Elf des Spieltags.

Männels Erkenntnis vom Dabrowski-Debüt:

"Der Input, den er bringt, hat uns schon in vielen Spielphasen gut weitergeholfen, wenngleich wir das gerade in der ersten Halbzeit nicht über 45 Minuten durchgezogen haben, sondern nach 20 bis 25 Minuten davon abgegangen sind. Aber man sieht, was unter der Woche mit dazukam und trainiert wurde, fruchtet. Wenn wir das durchziehen und weiter verfeinern, bin ich guter Dinge, dass es in den nächsten Wochen erfolgreicher wird."

Tabelle 3. Liga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Energie Cottbus 23 48:36 44
2 MSV Duisburg 23 42:25 43
3 VfL Osnabrück 23 33:22 42
4 SC Verl 23 56:34 41
5 Rot-Weiss Essen 23 45:36 40
6 FC Hansa Rostock 23 39:25 39
7 SV Wehen Wiesbaden 23 31:25 38
8 SV Waldhof Mannheim 23 39:42 35
9 TSV 1860 München 23 34:35 33
10 FC Ingolstadt 04 23 40:31 32
11 TSG 1899 Hoffenheim II 23 45:39 32
12 VfB Stuttgart II 23 29:37 32
13 Viktoria Köln 23 31:30 31
14 SSV Jahn Regensburg 23 29:34 28
15 Alemannia Aachen 23 36:44 26
16 1. FC Saarbrücken 23 30:35 24
17 FC Erzgebirge Aue 23 25:36 23
18 SSV Ulm 1846 23 31:47 22
19 TSV Havelse 23 33:47 19
20 1. FC Schweinfurt 05 23 19:55 9

Die Tabelle der 3. Liga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Drittliga-Meister und steigt in die 2. Liga auf. Auch der Zweite steigt direkt auf. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Platz der 2. Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in der Liga.

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