Offener Schlagabtausch im Schacht: Erzgebirge Aue trennt sich von Altglienicke mit einem Unentschieden

Aue - Endlich geht es wieder um Punkte! Erzgebirge Aue startet mit dem Heimspiel gegen die VSG Altglienicke in die Regionalligasaison 2026/27. Bereits zur Halbzeit stand es 2:2. Doch die erneute Führung dank Marcel Bär (58.) konnte Aue nicht bis zum Ende halten. Die Partie endete mit einem Unentschieden (3:3).

Die Fans freuen sich: Endlich geht es wieder um Punkte.  © Picture Point / Gabor Krieg

Eigengewächs Max Uhlig erhielt den Vorzug vor Martin Männel und bestritt den Auftakt gegen die VSG Altglienicke zwischen den Pfosten.

Überhaupt hatte sich gegenüber der Generalprobe nichts geändert. Es startete exakt dieselbe Elf.

Doch in der ersten Spielminute ruhte auch bei der Partie im Erzgebirge der Ball. Die Vereine der Regionalliga wollen damit gegen die aus ihrer Sicht unfairer Aufstiegsreform protestieren.

FC Erzgebirge Aue Torsten Mattuschka freut sich auf Nudeltopf in Aue und Kracher-Auftakt: "Wird ein richtiges Brett"

Das erste Ausrufezeichen setzten die Gäste aus der Bundeshauptstadt. Altglienicke war vom Start weg darauf bedacht, die Spielkontrolle zu übernehmen und hatte durch Sven Sonnenberg (10.) die Chance zur Führung. Seinen Kopfball lenkte Patrick Kapp noch ab, doch Uhlig parierte mit starkem Reflex.

Nur drei Minuten später war der Aue-Keeper erneut gefordert. Gegen Mehmet Ibrahimi (13.) packte er eine Fußparade aus und verhinderte so den Einschlag ins kurze Eck.

Anzeige

Erzgebirge Aue nach der Führung zu passiv

Aue geht in der 17. Minute in Führung.  © Picture Point / Gabor Krieg

Dann fiel das erste Auer Saisontor. Und das ging zu 90 Prozent auf das Konto von Linus Queißer auch wenn der Torschütze mit Lennart Czyborra (17.) ein VSG-Spieler war. Der Neuzugang von Eintracht Braunschweig ließ am Strafraum drei Mann stehen, schoss Sven Sonnenberg durch die Beine und zog 
dann energisch an den Fünfer.

Aue blieb aber einfach zu passiv und ließ Altglienicke im Mittelfeld gewähren. Das rächte sich nun.

Jonas Nietfeld ließ abtropfen für Sydney Sylla (31.), der sich das Leder vom rechten auf den linken Schlappen legte und dann trocken ins linke Eck abschloss. Patrick Kapp fälschte noch unglücklich ab.

FC Erzgebirge Aue Aue-Coach "Shubi" will Torhüterfrage "noch" nicht beantworten

Offener Schlagabtausch im Schacht. Uhlig (38.) rettete einmal mehr bockstark gegen Nikos Zografakis. Beim anschließenden Eckball war der Rückhalt dann völlig machtlos gegen John Anthony Brooks  (39.). Die Veilchen ließen sich vom Rückstand nicht beirren und glichen über Tim Maciejewski (40.).

Eine irre erste Halbzeit im Lößnitztal ging zu Ende und was soll man sagen? Die Paarung hielt, was sie versprochen hat. Aufstiegsaspirant Altglienicke hatte das Heft des Handelns über weite Strecken an sich gerissen. Zweimal war Uhlig machtlos, der aber noch drei sehr gute Paraden zeigte. Die Shubitidze-Elf zeigte sich hinten anfällig, dafür vorne sehr effektiv.

Marcel Bär bringt Aue vom Elfmeterpunkt gegen Altglienicke in Führung

Marcel Bär (v.) schoss die Veilchen erneut in Führung.  © Picture Point / Gabor Krieg

Marcel Bär (58.) brachte Aue vom Elfmeterpunkt aus wieder in Führung - 3:2! Vorausgegangen war ein Missverständnis im Strafraum zwischen Ex-Veilchen Anthony Barylla und VSG-Keeper Luis Klatte.

Queißer spritzte dazwischen und wurde dann von Klatte zu Fall gebracht.

Fast das 4:2! Aue hebelt die VSG mit einem tiefen Ball auf Christoph Pauling (75.) aus. Der Neuzugang aus Meuselweitz war gerade erst für Maciejeswki in die Partie gekommen, nahm auf rechts Tempo auf und visierte das lange Eck an.

Der Ball klatschte an den Außenpfosten und 
von da einen Tick zu weit zurück ins Feld, sodass Bär den Ball nicht mehr erreichte.

Und so schnell geht's! Aue verpasste die Vorentscheidung und wurde hinten von Nietfeld (85.) bestraft. Eigentlich hatten sich die Veilchen bereits gut befreit, aber die VSG konnte ihren Angriff nochmal neu über die rechte 
Seite vortragen.

Die Eingabe segelte an Freund und Feind vorbei bis zwei Meter vor der Strafraumkante, wo Jonas Saliger das Leder vor der Grundlinie im Spiel hielt und auf den zweiten Pfosten zurückschippte. Nietfeld dann im Kopfballduell mit Vorteilen gegenüber Kapp. Ärgerlich!

Anzeige

Tor-Spektaktel endet mit gerechtem Unentschieden

Für den neutralen Zuschauer sicherlich ein Tor-Spektakel und ein, was die Chancen anbelangt, gerechtes Unentschieden, für die FCE-Fans aber dennoch zwei verlorene Zähler: Erzgebirge Aue startet mit einem 3:3 gegen die VSG Altglienicke in die Regionalliga Nordost. In der Phase nach der neuerlichen Führung von Bär hätte der Schacht den Sack zubinden 
können.

Auf der anderen Seite offenbarten die Schubitidze-Schützlinge in der Defensive einige Schwächen, gerade auch was die Lufthoheit anbelangte. Dazu parierte Uhlig in der ersten Halbzeit mehrfach stark.

Erstmeldung: 25. Juli, 14.26 Uhr; letzte Aktualisierung: 16.30 Uhr

Mehr zum Thema FC Erzgebirge Aue: