Shubitidze nach nächster Aue-Pleite zerknirscht, Gegner wünscht "ruhiges Arbeiten"

Aue - "Ich wünsche dir ein ruhiges Arbeiten im Umfeld für die nächsten Wochen", gab Greifswald-Coach Alain Karim (39) seinem Gegenüber mit auf die lange Heimfahrt zurück ins Erzgebirge. Das mit der Ruhe kommt ganz darauf an, wie sehr sich der FC Erzgebirge Aue von den Kommentaren im Internet kirre machen lässt. Da kochte es nach der dritten Pflichtspiel-Niederlage in Serie einmal mehr hoch.

Aue-Coach Khvicha Shubitidze (52) musste die dritte Pflichtspiel-Niederlage in Folge einstecken.  © Picture Point/Gabor Krieg

Dass die Fans die Felle davonschwimmen sehen und entsprechend gefrustet sind, ist grundsätzlich nachvollziehbar - wenngleich immer auch der Ton die Musik macht. Wie schon letzte Woche geschrieben, ist Aue ein Verein mit unglaublicher Wucht, aber auch einem gärigen Umfeld.

Da trennt sich dann irgendwann die Spreu vom Weizen, denn wer aufsteigen und damit wieder im Profifußball ankommen will, muss das irgendwann abkönnen. Andere Klubs sind gegenwärtig abgezockter, allen voran der Chemnitzer FC.

Und Aue? "Wir sind sehr enttäuscht, denn wir wollten Punkte mitnehmen. Tut mir leid, dass wir für das gute Spiel nicht belohnt wurden", sagte Cheftrainer Khvicha Shubitidze (52) in Richtung des eigenen Anhangs.

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"Meiner Meinung nach sind wir spielbestimmend gewesen. Wir haben genug Chancen gehabt, um ein Tor erzielen zu können", resümierte der 52-Jährige gerade angesichts der ersten Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel sei man nicht mehr so zwingend gewesen.

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FC Erzgebirge Aue muss Defensive in den Griff bekommen

Aue-Abwehrspieler Patrick Kapp (29) war nach der Niederlage gegen Greifswalders sichtlich enttäuscht.  © IMAGO / Andy Bünning

Sein Fazit: "Das Spiel muss man nicht verlieren." Gleichzeitig hat der Schacht in dieser Saison auch manche Partie noch spät in seine Richtung gebogen, siehe BFC Dynamo, BFC Preussen und Lok Leipzig. Dort muss man auch nicht zwingend gewinnen oder beim späten Remis in Erfurt punkten.

Der Wind hat sich für den Moment nicht nur in den sozialen Medien, sondern aus Ergebnissicht etwas gedreht. Was vor Wochen noch lief, läuft gerade nicht. Das Einzige, was von Beginn an nicht läuft und die Lila-Weißen einfach nicht in den Griff bekommen, ist ihre Defensive - und die teilweise fehlende Gedankenschnelligkeit.

Bei Standards, die im Raum verteidigt werden, ist das tödlich, genauso bei Situationen, wie dem 0:1 von Greifswald, als nach Martin Männels (38) Parade der Verteidiger meilenweit weg vom Gegenspieler stand.

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Wie es jetzt im Lößnitztal weitergeht? "Wir müssen uns berappeln und die Punkte woanders holen", sagt Shubitidze.

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 Chemnitzer FC 12 28:6 29
2 FC Rot-Weiß Erfurt 12 37:14 27
3 Hallescher FC 12 19:9 25
4 BFC Dynamo 12 21:12 24
5 FC Carl Zeiss Jena 12 21:11 22
6 Greifswalder FC 12 24:16 22
7 VSG Altglienicke 12 20:15 21
8 FC Erzgebirge Aue 12 20:17 21
9 FSV Zwickau 12 15:17 18
10 1. FC Lokomotive Leipzig 12 23:23 16
11 SV Babelsberg 03 12 14:17 13
12 1. FC Magdeburg II 12 21:25 13
13 BFC Preussen 12 15:18 11
14 Hertha BSC II 12 10:22 10
15 BSG Chemie Leipzig 12 13:20 9
16 RSV Eintracht 1949 12 13:30 6
17 FSV 63 Luckenwalde 12 12:29 6
18 Tasmania Berlin 12 13:38 5

Der Meister der Regionalliga Nordost steigt in diesem Jahr direkt in die 3. Liga auf.

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