Aue - Erzgebirge Aue reiht sich nach sieben Zählern aus der englischen Woche mit ganz vorne in der Tabelle ein. Mit dem bisherigen Schnitt von 2,1 Punkten pro Partie würde der Schacht auf die Saison hochgerechnet bei 71,4 Punkten landen. Lok Leipzig wurde vergangenes Spieljahr mit 72 Zählern Staffelsieger. Lila-Weiß hat den Abstieg erstaunlich schnell verdaut und die neuformierte Mannschaft liefert. TAG24 nennt die Gründe.
Teamgeist
Khvicha Shubitidze (52) wird nie müde, die Moral, die in seiner Truppe steckt, zu betonen. In Erfurt durfte sich der Veilchen-Coach dahingehend wieder einmal bestätigt sehen.
Zwei Rückstände hat Aue egalisiert. Dazu stimmt die Chemie. "Man sieht, dass da eine Mannschaft als Einheit auf dem Platz steht, die Jungs gerne zum Training gehen und sich weiterentwickeln wollen", sagte FCE-Präsident Thomas Schlesinger kürzlich gegenüber TAG24.
Späte Entscheidungen
Vier der 19 Tore wurden ab der 80. Minute erzielt und allesamt waren sie spielentscheidend.
Mit dem 3:2 gegen den BFC Dynamo (Tim Maciejewski/90.), dem 2:1 über den BFC Preussen (Willi Kamm/80.), dem 2:1 bei Lok Leipzig (Marcel Bär/90.+2.) und dem 2:2 in Erfurt (Kamm/90.+11.) holten sich die Veilchen sieben Zähler. Dieser Output macht aktuell in der Tabelle den Unterschied zwischen Spitzengruppe und Mittelmaß aus.
Ausgeglichenheit
Neun unterschiedliche Torschützen sind ligaweit ein Top-fünf-Wert. Temporär ließ sich in der englischen Woche sogar das Fehlen von Torjäger Marcel Bär (34) kompensieren - ein Umstand, der in den beiden Vorjahren überhaupt nicht denkbar war.
Vielleicht kommt den Nebenleuten eben auch genau zu Gute, dass sich die Gegner auf Bär konzentrieren. Shubitidze hatte diese Vermutung bereits vor ein paar Wochen geäußert: "Ich glaube, die ganze Liga ist auf ihn fixiert und es treffen plötzlich andere."
Nun laborierte der 34-jährige Knipser gegen Magdeburg II. und Erfurt an Knieproblemen. Sturmflaute? Der FCE erzielte in zwei Partien vier Tore und mit Christoph Pauling (26) und Nils Lihsek (26) trugen sich zwei neue Akteure in die Torschützenliste ein.
Martin Männel
Was Erfahrung und Routine anbelangt, ist der 38-Jährige über alle Zweifel erhaben. Dass er auch leistungstechnisch längst nicht zum alten Eisen gehört, zeigt er, seit er ab dem sechsten Spieltag für den verletzten Max Uhlig zwischen die Pfosten rückte.
Was auffällt: Mit Männel zwischen den Pfosten sank die Gegentorquote pro Spiel von 1,8 auf 1,0.
Tabelle Regionalliga Nordost
| POS | VEREIN | Sp. | +/- | Pkt. | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
|
FC Rot-Weiß Erfurt | 10 | 32:8 | 24 | |
| 2 |
|
Chemnitzer FC | 10 | 21:5 | 23 | |
| 3 |
|
FC Erzgebirge Aue | 10 | 19:14 | 21 | |
| 4 |
|
Greifswalder FC | 10 | 23:15 | 19 | |
| 5 |
|
Hallescher FC | 10 | 15:7 | 19 | |
| 6 |
|
BFC Dynamo | 10 | 19:12 | 18 | |
| 7 |
|
VSG Altglienicke | 10 | 19:14 | 18 | |
| 8 |
|
FC Carl Zeiss Jena | 10 | 14:9 | 16 | |
| 9 |
|
1. FC Lokomotive Leipzig | 10 | 20:19 | 15 | |
| 10 |
|
FSV Zwickau | 10 | 12:16 | 14 | |
| 11 |
|
1. FC Magdeburg II | 10 | 20:22 | 13 | |
| 12 |
|
BFC Preussen | 10 | 12:14 | 10 | |
| 13 |
|
SV Babelsberg 03 | 10 | 11:15 | 9 | |
| 14 |
|
Hertha BSC II | 10 | 8:20 | 8 | |
| 15 |
|
BSG Chemie Leipzig | 10 | 10:16 | 6 | |
| 16 |
|
RSV Eintracht 1949 | 10 | 13:25 | 6 | |
| 17 |
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Tasmania Berlin | 10 | 12:31 | 5 | |
| 18 |
|
FSV 63 Luckenwalde | 10 | 7:25 | 3 | |
Der Meister der Regionalliga Nordost steigt in diesem Jahr direkt in die 3. Liga auf.