Vier Niederlagen in Folge: Über Erzgebirge Aue braut sich etwas zusammen

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Aue-Bad Schlema - Der Vorstand lasse sich von den sozialen Medien nicht beeinflussen, hatte Erzgebirge Aues Präsident Thomas Schlesinger (54) letzte Woche gegenüber TAG24 betont. Selbiges gilt für Khvicha Shubitidze (52), der zwar selbst nicht auf diesen Plattformen zugegen ist, sehr wohl aber an sich herangetragen bekommt, was so geschrieben wird.

Aue-Präsident Thomas Schlesinger.
Aue-Präsident Thomas Schlesinger.  © PICTURE POINT / S.Sonntag

Die kürzliche geäußerte Kritik des Veilchen-Coachs am Umgang mit seinen Spielern auf Facebook und Co. lässt zumindest darauf schließen. Vielleicht tun Vereinsführung und Shubi nach Pokalaus und drei verlorenen Punktspielen in Serie gut daran, sehr wohl mal ein Auge auf das zu werfen, was das Netz sagt.

Hier braut sich etwas zusammen und zum ersten Mal hat auch Shubitidze selbst keine gute Figur abgegeben, als er die Niederlage gegen den HFC schönredete.

Zugegeben, das 0:1 fiel in der 91. Minute, als man eine halbe Stunde in Unterzahl agierte - die nachträgliche Super-Zeitlupe bei "Sport im Osten" lässt Zweifel daran aufkommen, ob Tim Maciejewski (25) beim Einsteigen gegen Max Kulke (25) seinen Gegenspieler traf respektive touchierte.

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Es ändert nichts daran, dass bis zum Platzverweis und auch danach von einem "sehr guten Spiel" keine Rede sein konnte. Shubitidze stellt sich immer schützend vor seine Mannschaft.

Doch genauso wie er überzogene Kritik anprangert, muss er sich bewusst sein, dass Schönreden in der sportlichen Misere kein Allheilmittel ist. So wie er in Zeiten des Erfolgs kritisierte, muss er es auch jetzt machen.

Manchmal reicht eine Gelegenheit

Aue-Trainer Khvicha Shubitidze (52) versuchte noch die Niederlage gegen Halle schönzureden.
Aue-Trainer Khvicha Shubitidze (52) versuchte noch die Niederlage gegen Halle schönzureden.  © PICTURE POINT / S.Sonntag

Aue hatte über die komplette Spielzeit vereinzelt verheißungsvolle Ansätze, aber nicht einen Abschluss, der das Prädikat Großchance verdiente. Shubitidze auf TAG24-Nachfrage:

"Wir hatten zuletzt gegen tiefstehende Gegner trotzdem unsere Chancen. Heute war der Gegner sehr gut und da war es schwierig, sich eine Möglichkeit zu erarbeiten. Das wichtigere war, im ganzen Spiel kaum Chancen zugelassen zu haben."

Aber es langt eben manchmal die eine Gelegenheit. Greifswald nutzte sie letzte Woche, als Maxim Burghardt (21) zu weit weg stand und Halles Fabrice Hartmann (25) genauso, nachdem Hugo Kaps (19) zwei Schritte zu spät kam.

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"Wir müssen sensibler dafür sein, dass keiner im Strafraum freistehen darf, egal wo, ob kurzer oder langer Pfosten", mahnt Routinier Martin Männel (38).

Apropos sensibel: Nicht jede Kritik in den sozialen Medien schießt komplett übers Ziel hinaus. "Shubi, als Mensch und damals als Spieler warst und bist du ein feiner Kerl. Aber welches Spiel hast du da heute gesehen? In welchem Stadion warst du? Willst du wirklich sagen das war heute gut? Beim besten Willen, ja es ist 'nur Liga 4' aber das war von gut so weit weg, wie Aue von Rio. Und das sollte man auch ehrlich aussprechen!", schrieb ein Fan unter der Facebook-Präsenz des Kumpelvereins.

In einer weiteren Wortmeldung heißt es: "Ich habe kein gutes Spiel gesehen. Aue konnte kaum einen Ball behalten. Viele Fehlpässe, nur Gestocher, auch von Marcel. Dazu keine Schüsse aufs Tor. Grottenschlecht."

Titelfoto: PICTURE POINT / S.Sonntag

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