Aue - Zehn Tore hat Erzgebirge Aue in den ersten vier Spielen erzielt und das durch sieben unterschiedliche eigene Schützen. Dazu gab es das Eigentor des Altglienickers Lennart Czyborra (27). Gegen den BFC Preussen trugen sich zwei neue Veilchen in die noch junge Torschützenliste ein: Rückkehrer Simon Skarlatidis (35) und Siegtorschütze Willi Kamm (23).
Das schweiße nochmal mehr zusammen, wenn jeder sein persönliches Erfolgserlebnis hat, erklärte der Joker mit strahlendem Gesicht.
"Im ersten Moment ist es ein supergeiles Gefühl für einen selbst, aber es ist auch umso schöner für die Mannschaft. Als ich Richtung Bank gelaufen bin, mich gefreut habe, habe ich gesehen, wie sie alle auf mich zu kamen und sich gefreut haben. Das ist ein geiles Gefühl, wenn sich die Mannschaft fast mehr über dein Tor freut, als du dich selbst", beschrieb Kamm seine Emotionen beim 2:1.
Die von Kaderplaner Steffen Ziffert und Sportvorstand Jens Haustein mit 16 Neuzugängen komplett neu zusammengestellte Mannschaft hat unter Khvicha Shubitidze (51), der nun schon zum zweiten Mal in Folge den Siegtorschützen eingewechselt hat, einen Start nach Maß hingelegt.
Mit zehn von zwölf möglichen Punkten hält Aue mit der Ligaspitze um Erfurt und Chemnitz Schritt.
Siegtorschütze Willi Kamm (23): "Was die Woche für Woche auf die Bühne bringen, ist wahnsinnig, wie sie hinter uns stehen."
Kamm zum Sahnestart: "Wenn wir uns von Beginn an in einen Flow spielen, gibt das der Mannschaft ein gutes Gefühl und macht vieles auch ein Stück weit einfacher."
Überhaupt merkt man, da ist was am Entstehen. Über 7500 Zuschauer mitten in der Ferienzeit, gegen einen Gegner, der nicht einen Fan mitgebracht hatte, waren mal wieder ein Statement.
"Was die Woche für Woche auf die Bühne bringen, ist wahnsinnig, wie sie hinter uns stehen. Und das versuchen wir auch zurückzugeben", so Kamm.
Zuvor am Donnerstagabend gegen den BFC Dynamo waren es über 10.200 Zuschauer und nächsten Sonnabend zum Spitzenspiel beim Chemnitzer FC begleiten über 2000 Schlachtenbummler den Schacht nach Rußchams oder in die "graue Stadt", wie man im Gebirge so gerne sagt.
"Spitzenspiel, Derby, da merkt man, das wird ein heißes, lautes Spiel. Eigentlich genau das, was sich jeder Fußballer wünscht", unterstreicht Kamm.
Tabelle 1. Bundesliga
| POS | VEREIN | Sp. | +/- | Pkt. | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
|
FC Bayern München | 34 | 122:36 | 89 | |
| 2 |
|
Borussia Dortmund | 34 | 70:34 | 73 | |
| 3 |
|
RB Leipzig | 34 | 66:47 | 65 | |
| 4 |
|
VfB Stuttgart | 34 | 71:49 | 62 | |
| 5 |
|
TSG 1899 Hoffenheim | 34 | 65:52 | 61 | |
| 6 |
|
Bayer 04 Leverkusen | 34 | 68:47 | 59 | |
| 7 |
|
SC Freiburg | 34 | 51:57 | 47 | |
| 8 |
|
Eintracht Frankfurt | 34 | 61:65 | 44 | |
| 9 |
|
FC Augsburg | 34 | 45:61 | 43 | |
| 10 |
|
1. FSV Mainz 05 | 34 | 44:53 | 40 | |
| 11 |
|
1. FC Union Berlin | 34 | 44:58 | 39 | |
| 12 |
|
Borussia Mönchengladbach | 34 | 42:53 | 38 | |
| 13 |
|
Hamburger SV | 34 | 40:54 | 38 | |
| 14 |
|
1. FC Köln | 34 | 49:63 | 32 | |
| 15 |
|
SV Werder Bremen | 34 | 37:60 | 32 | |
| 16 |
|
VfL Wolfsburg | 34 | 45:69 | 29 | |
| 17 |
|
1. FC Heidenheim | 34 | 41:72 | 26 | |
| 18 |
|
FC St. Pauli | 34 | 29:60 | 26 | |
Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.