Aues Offensive läuft heiß, aber was macht die Defensive? "Darfst den Rückwärtsgang nicht außer Acht lassen"
Aue - "Das pusht die ganze Region. Wir wollen jetzt weitermachen und eine Serie starten!", powerte Devin Angleberger (23) nach dem Finale furioso gegen den BFC Dynamo. Erzgebirge Aue war zweimal in Führung gegangen und beide Male schlugen die Gäste zurück, hatten dann sogar ihrerseits die Möglichkeit, das Spiel zu drehen, ehe Tim Maciejewski (25) den Schlusspunkt setzte und den Schacht beben ließ. Sonntag gilt's, gegen den BFC Preussen nachzulegen - wie von Angleberger angekündigt.
"Wir haben uns gegen einen tief stehenden Gegner viele Chancen herausgespielt und müssen nur noch ein bisschen kaltschnäuziger werden", fordert der defensive Mittelfeldspieler, der am Donnerstagabend ein Tor erzielte, das es wahrscheinlich in die Auswahl zum "Tor des Monats" im August schaffen wird.
BFC-Keeper Paul Hainke (21) hatte das Leder im Spielaufbau an den Mittelkreis gespielt und damit direkt an den Fuß von Angleberger, der sofort Maß nahm.
"Ich hab gar nicht so viel darüber nachgedacht, nur gesehen, dass der Torwart ein bisschen weiter vorne stand. Der Ball lag gut - erlebt man nicht alle Tage", freute sich der Neuzugang vom Drittliga-Mitabsteiger Schweinfurt.
Vorm Tor weiß Aue trotz Kaderumbruchs und teils schludriger Abschlüsse zu überzeugen. Mit acht Toren aus den ersten drei Partien stellen die Lila-Weißen eine der besten Angriffsreihen.
Die Krux ist, die Balance zu finden zwischen Offensive und Defensive, denn fünf Gegentore sind kein Pappenstiel - und nicht jeder Gegner wird zwei oder mehr Treffer gestatten. Wenn nicht jetzt schon der BFC Preussen, könnte spätestens nächsten Samstag der CFC dahingehend der erste richtige Gradmesser werden.
Angleberger: "Du willst immer die Tore schießen, darfst aber den Rückwärtsgang nicht außer Acht lassen. Jetzt ist es so gekommen, wie es gekommen ist und wir haben 3:2 gewonnen. Und Sonntag legen wir nach."
Titelfoto: picture point/Sven Sonntag
