Wollitz mit Plädoyer für Aue-Klassenerhalt: "Viel für den Profifußball getan"
Aue - "Ich drücke von meiner Seite aus die Daumen! Alles Gute in den nächsten 13 Spielen, damit der Schacht nächstes Jahr zur 3. Liga gehört - er hat die letzten Jahre so viel für den Profifußball in Deutschland getan", hielt Energie-Coach Claus-Dieter Wollitz (60) zum Abschluss seines Resümees auf der Spieltagspressekonferenz ein Plädoyer für den Klassenerhalt des FC Erzgebirge Aue.
Vor ihm hatten das in der Rückrunde schon Daniel Brinkmann (40) von Hansa Rostock und Pavel Dotchev (60) vom SSV Ulm in einer derartigen Ausdrucksweise getan. Das tut fürs Erste der verletzten Auer Fanseele gut, bringt aber keine Punkte. Richten müssen es nämlich nicht warme Worte, sondern Taten auf dem Platz.
Mit zwei Zählern von nunmehr 18 möglichen in der Rückrunde ist der Horror-Start perfekt. Aachen, das über den Jahreswechsel noch einen Zähler hinter Aue stand und nun schon acht vor ihnen steht, macht derweil Meter. Auch Saarbrücken, Regensburg oder Ingolstadt robben sich unten raus.
Was Aue dennoch Mut macht, sind die jüngsten Auftritte unter dem neuen Cheftrainer Christoph Dabrowski (47).
"Ich glaube, man merkt deutlich, dass wir einen Schritt nach vorne gemacht haben – vor allem in Sachen Kompaktheit. Wir stehen stabil und wurden in keinem Spiel wirklich vom Gegner dominiert, was zuvor teilweise der Fall war. Jetzt heißt es, einfach weitermachen. Wenn wir so auftreten, werden auch die Ergebnisse kommen", findet Rechtsverteidiger Pascal Fallmann (22).
Aue-Verteidiger Pascal Fallmann: "Die Mannschaft ackert, kämpft und investiert unglaublich viel"
Er ist einer, den man nach Abwehraktionen wie Grätschen immer wieder dabei beobachten kann, wie er nicht nur die Situation kämpferisch feiert, sondern auch versucht, die Fans mitzunehmen - Stichwort: Der Funke muss überspringen.
"Die Mannschaft ackert, kämpft und investiert unglaublich viel. Wir werden dafür im Moment einfach nicht belohnt – und ich weiß ehrlich gesagt nicht, warum", hadert Fallmann.
Im Abstiegskampf - und das weiß jeder, der ihn mal mitgemacht hat, ob Trainer, Spieler, Fan oder Medienvertreter - zählt es, den Kopf oben zu behalten. Wer kämpft, kann verlieren, wer es nicht tut, hat schon verloren. Klingt simpel, vielleicht auch für manche verkürzt, aber genauso ist es.
Fallmann darauf, was ihm im Existenzkampf 3. Liga Hoffnung gibt: "Dass wir über weite Strecken die bessere Mannschaft waren – selbst gegen den Tabellenführer. Meiner Meinung nach war der Sieg von Cottbus nicht verdient. Wir müssen weiter daran glauben und alles dafür tun, schnellstmöglich wieder drei Punkte zu holen."
Titelfoto: PICTURE POINT / S. Sonntag

