Hansa-Wirbel! Farrona Pulido tritt gegen Rostock nach: "Schmutz"

Rostock - Was ist denn da in den sozialen Medien los? Der FC Hansa Rostock löste am Deadline Day die Verträge von Manuel Farrona Pulido (28) und Jan Löhmannsröben (30) auf. Ersterer sorgt nun bei Instagram für Unruhe.

Manuel Farrona Pulido (28, l.), hier gegen Dynamo-Stürmer Christoph Daferner (23), kam für den FC Hansa Rostock in 26 Einsätzen auf sieben Tore und sechs Vorlagen, trug seinen Teil zum Aufstieg in die 2. Bundesliga bei.
Manuel Farrona Pulido (28, l.), hier gegen Dynamo-Stürmer Christoph Daferner (23), kam für den FC Hansa Rostock in 26 Einsätzen auf sieben Tore und sechs Vorlagen, trug seinen Teil zum Aufstieg in die 2. Bundesliga bei.  © Picture Point/Gabor Krieg

Der dynamische Offensivspieler kommentierte den offiziellen FCH-Post zum Abgang von "Löh" mit nur einem Wort: "Schmutz". Neben vielen Likes bekam er auch unterschiedliche Antworten auf seine Wortmeldung.

Er sorgte damit auf jeden Fall für Unruhe.

Schließlich richtete sich Farrona Pulidos abwertender Beitrag nicht gegen Kumpel Löhmannsröben, sondern gegen seinen früheren Klub. Das wird im weiteren Verlauf deutlich. Ein User meinte in seine Richtung: "Junge. Erstmal was leisten im Verein. Dann kannste Entscheidungen für den Kader bewerten."

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Farrona Pulido reagierte darauf mit drei Lachsmileys. Auch andere Anhänger fanden die Zurechtweisung ihres Ex-Akteurs ungerechtfertigt. Mehrere sprangen ihm zur Seite.

Einer schrieb: "Manu hat mit seinen wichtigen Toren in der letzten Saison enormen Anteil an unserem Aufstieg. Ihm zu unterstellen, dass er nichts geleistet hat, ist schon lächerlich."

Farrona Pulido reagierte: "sehe ich ähnlich amigo😘 war schön hier". Ein weiterer Nutzer meinte: "also Leute. Einen Spieler auf so eine eklige Weise zu verabschieden ist ekelhaft. Manu hat genug geleistet genauso wie Löh. Ihr müsst auch mal an die letzte Saison denken. Einige hier sind sowas von ekelhaft!!" Farrona Pulido schrieb: "so ist es ! Hast du recht"(Rechtschreibung jeweils übernommen).

Manuel Farrona Pulido sorgt mit seinem Kommentar für Aufruhr

Manuel Farrona Pulido (28) kommentierte den Abgang von Jan Löhmannsröben (30) vielsagend mit dem Wort "Schmutz". Damit ist nicht der Spieler selbst gemeint, sondern die Art und Weise der Trennung, wie in weiteren Kommentaren deutlich wird.
Manuel Farrona Pulido (28) kommentierte den Abgang von Jan Löhmannsröben (30) vielsagend mit dem Wort "Schmutz". Damit ist nicht der Spieler selbst gemeint, sondern die Art und Weise der Trennung, wie in weiteren Kommentaren deutlich wird.  © Instagram/Screenshot/hansarostock

Hansa-Rostock-Fan in Richtung Manuel Farrona Pulido: "Klemm dir doch sowas bitte"!

Manuel Farrona Pulido (28, r.) ist offenbar sauer über die Trennung vom FC Hansa Rostock.
Manuel Farrona Pulido (28, r.) ist offenbar sauer über die Trennung vom FC Hansa Rostock.  © Lutz Hentschel

Doch auch andere Fans finden das Vorgehen des Offensivmannes falsch: "klemm dir doch sowas bitte. Du warst bei uns unter Vertrag und gehst nun einen anderen Weg. Dafür alles Gute dir! 👍🏼 Du streust gerade richtig Gerüchte und Unruhe. Denk mal an die Fans und den Verein. Auch wenn es schwer fallen mag."

Der erste User, der Farrona Pulido verbal in die Schranken wies, meldete sich nochmal zurück: "Wenige Stunden nach der eigenen Vertragsauflösung 'Schmutz' unter eine Post des ehemaligen Arbeitgebers zu posten ist natürlich voll okay. Um das zu kritisieren, muss ich nichts 'geleistet' haben."

Es entbrannte auch in der Folge eine hitzige Diskussion, aus der sich der Profi bislang aber nicht mehr zu Wort meldete. Schließlich hat er in der Zwischenzeit bereits einen neuen Verein gefunden und ist zum Tabellenführer der Regionalliga West gewechselt: Dem SC Preußen Münster, der auch noch im DFB-Pokal vertreten ist.

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Einerseits ist es zwar verständlich, dass er sich über die Vertragsauflösung ärgert, doch mit einem Kommentar für Stress zu sorgen, ist dann auch nicht der richtige Weg. Trotz all der negativen Gefühle, die sich möglicherweise angestaut haben.

Hansa Rostock trennte sich von Manuel Farrona Pulido, der daraufhin bei Preußen Münster anheuerte

Jan Löhmannsröben in seiner Insta-Story: "Wer dich brechen will, soll daran zerbrechen"

Jan Löhmannsröben (30, l.), hier im Duell mit Dynamos Tim Knipping (28), löste am Deadline Day seinen Vertrag beim FC Hansa Rostock auf.
Jan Löhmannsröben (30, l.), hier im Duell mit Dynamos Tim Knipping (28), löste am Deadline Day seinen Vertrag beim FC Hansa Rostock auf.  © Lutz Hentschel

In seiner Insta-Story schrieb Farrona Pulido, dass es "geil" war und er es "schade" fände, dass die Zeit "so schnell zu Ende gehen musste."

Löhmannsröben selbst kommentierte den Hansa-Abschiedspost zu Farrona Pulido ebenfalls, allerdings "nur" mit drei zerbrochenen Herzchen-Emojis.

Zu seiner eigenen Trennung von den Rostockern schrieb er in seiner Insta-Story: "Es war mir eine Ehre. Danke für alles." Er werde sich dazu nochmal äußern. Später postete er ein Löwenfoto mit dem Spruch: "Wer dich brechen will, soll daran zerbrechen."

All das lässt natürlich viel Raum für Spekulationen. Dass Farrona Pulido und Löhmannsröben nicht zufrieden waren, ist mehr als verständlich. Schließlich zählten sie zu den Aufstiegshelden.

Mentalitätsmonster "Löh" hielt in der 3. Liga 35-mal die Knochen hin (ein Tor), Farrona Pulido immerhin 23-mal (vier Treffer, fünf Vorlagen). Während erstgenannter in dieser Saison immerhin noch zu vier Joker-Einsätzen kam, fand sich letzterer nicht mal mehr im Kader wieder. Das lag aber auch daran, dass die Kogge gehörig aufrüstete.

FCH-Kämpfer Jan Löhmannsröben (30, 2.v.l.) hat noch keinen neuen Verein gefunden.
FCH-Kämpfer Jan Löhmannsröben (30, 2.v.l.) hat noch keinen neuen Verein gefunden.  © Picture Point/Gabor Krieg

Zwar ist es für die beiden Spieler schade, dass ihr Vertrag aufgelöst wurde und sie nicht den Abschied bekommen haben, den sie verdienten. Aus rein sportlichen Gesichtspunkten ist die Entscheidung der Rostocker Verantwortlichen jedoch nachzuvollziehen - so ungern das die beiden Kicker auch hören.

Titelfoto: Lutz Hentschel

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