Abstiegskampf pur! Hannover zu stark für den 1. FC Magdeburg

Magdeburg - Karlsruhe als Blaupause? Offenbar ja. Der Gegentreffer lag in der Luft, kaum dass die Partie angepfiffen wurde. Hannover 96 schien die Magdeburger Pleite gegen den KSC genau studiert zu haben und sorgte damit für eine verdiente 3:0 (1:0)-Niederlage für den 1. FC Magdeburg. Daran änderte auch eine verbesserte zweite Halbzeit nichts.

Frust, Ärger, Unverständnis! Die Mimik im Gesicht von Luca Schuler (25, v.) sprach Bände. Hannover führte zur Halbzeit vollkommen verdient gegen den FCM.
Frust, Ärger, Unverständnis! Die Mimik im Gesicht von Luca Schuler (25, v.) sprach Bände. Hannover führte zur Halbzeit vollkommen verdient gegen den FCM.  © Swen Pförtner/dpa

Früh attackierten die 96er den FCM im Spielaufbau, eroberten immer wieder den Ball und fanden den Abschluss. Kein zweiter Ball ging an den FCM.

Es schmerzte. Magdeburg hatte erneut unfassbar viel Ballbesitz, der aber einfach keinen Zweck erfüllte. Hannovers Abschlussschwäche war der einzige Grund dafür, dass die Elbestädter nicht schon früh in Rückstand gerieten.

Und weil 96 selbst nicht traf, half Magdeburg freundlicherweise nach: Nach 29 Minuten war es ein eigener Ballverlust an der Strafraumgrenze, der den 1:0-Führungstreffer der Gäste einleitete. Eigentlich kaum überraschend. Müller spielte einen ungenauen Pass auf Elfadli, der die Kugel nicht kontrollieren konnte. Hannover behielt die Übersicht, versenkte den Ball durch Dehm in den Maschen hinter Reimann.

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Zur Halbzeit konnten die Hausherren froh sein, dass es nur 1:0 für 96 stand. Eine Reaktion nach sieben Gegentoren gegen den KSC war das definitiv nicht.

1. FC Magdeburg: Verbesserte zweite Hälfte bleibt folgenlos!

Siegreiche Gäste aus Hannover. Ein verdienter Dreier in Magdeburg. Dagegen kann wohl niemand etwas beim FCM sagen.
Siegreiche Gäste aus Hannover. Ein verdienter Dreier in Magdeburg. Dagegen kann wohl niemand etwas beim FCM sagen.  © Swen Pförtner/dpa

Die zweite Halbzeit sollte einiges ändern. Magdeburg urplötzlich wie verändert. Der FCM spielte Fußball, traf zweimal Aluminium. Hannover noch in der Kabine - so wirkte es zumindest. Euphorie ging durch das Stadion.

Es blieb eine Momentaufnahme, 96 fing sich. Auch wenn Magdeburg im Spiel blieb und merklich verbessert im Vergleich zur ersten Hälfte auftrat, kam nichts Zählbares bei den Offensivbemühungen der Blau-Weißen rum.

Auf der anderen Seite dagegen schon. Nach starker Einzelleistung von Muroya erhöhte Hannover 96 in der 84. Minute auf 2:0, hatte alles für drei Punkte in der Ferne vorbereitet. In der Nachspielzeit erhöhte Teuchert auf 3:0.

Kapitän Amara Condé verlässt den 1. FC Magdeburg
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Insgesamt ein brutaler, effizienter Auftritt der Hannoveraner, die einen durchdachten Auswärtsauftritt zeigten und wieder am Aufstiegsrennen teilnehmen dürfen. Für den FCM bedeutet die Niederlage die endgültige Ankunft im Tabellenkeller, in dem es heiß hergeht. Die Abstiegsängste werden größer an der Elbe.

Statistik zum Zweitliga-Spiel zwischen dem 1. FC Magdeburg und Hannover 96

2. Bundesliga, 27. Spieltag

1. FC Magdeburg - Hannover 96 0:3 (0:1)

1. FC Magdeburg: Reimann - Hugonet, To. Müller, Heber, Nollenberger - Gnaka (86. Teixeira), Elfadli, El Hankouri - Ceka (46. T. Ito), Schuler, Atik

Hannover 96: Zieler - Neumann, Halstenberg, Arrey-Mbi - Muroya (89. Ezeh), Leopold, Christiansen (88. F. Kunze), Dehm - Voglsammer (66. Teuchert), Nielsen (88. Gindorf), Tresoldi (73. S. Ernst)

Schiedsrichter: Florian Lechner (Neuburg)

Zuschauer: 26440

Tore: 0:1 Dehm (29.), 0:2 Muroya (84.), 0:3 Teuchert (90.+5)

Gelbe Karten: El Hankouri (5) / Christiansen (3), Dehm (5)

Titelfoto: Swen Pförtner/dpa

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