Er träumt von der Bundesliga: Magdeburgs Dauerbrenner fürs Nationalteam nominiert

Magdeburg - Torben Müsel (27) war zunächst verletzt und hat nach seinem Wechsel Zeit gebraucht, Momo Kwarteng (28) und Falko Michel (25) plagen und plagten ebenfalls Verletzungssorgen und Felipe Chávez (19) wird langsam herangeführt. Im Mittelfeld des 1. FC Magdeburg gab es in dieser Saison nur eine Konstante und die trägt den Namen Luka Hyryläinen (22).

Er konnte sich nun endlich den Traum von der Nationalmannschaft erfüllen: Luka Hyryläinen (22, r.).  © Sven Hoppe/dpa

Manchmal geht es im Leben schneller als man denkt. In einer Medienrunde am Dienstag sagte Luka Hyryläinen noch, dass er von der finnischen Nationalmannschaft "nicht weit weg" sei, am heutigen Mittwoch dann die gute Nachricht:

Der finnische Nationaltrainer Jacob Friis hat den 22-Jährigen erstmals für die A-Nationalmannschaft nominiert. In der kommenden Länderspielpause (9. November bis 17. November) geht es für Hyryläinen und die Finnen dann gegen Albanien und San Marino.

Der Magdeburger wird damit für seine bisher sehr starke Leistung belohnt. "Für jeden Fußballer ist es ein Traum, seine Nation zu repräsentieren. Schon als Kind dachte ich mir, dass es geil wäre, irgendwann für die finnische Nationalmannschaft zu spielen", so Hyryläinen in der Medienrunde.

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Ein Meilenstein in seiner jungen Karriere ist damit geschafft, doch es soll noch weitergehen. "Ich habe schon große Träume. Eines Tages würde ich gerne in La Liga oder der Premier League spielen. Aber auch in der Bundesliga zu spielen wäre für mich ein Traum. Aber dafür muss ich noch viel arbeiten."

Der Gedanke, dass der Traum vom Oberhaus auch mit seinem aktuellen Verein zu schaffen wäre, ist bei Hyryläinen bereits vorhanden: "Magdeburg hat viel Potenzial in der Bundesliga zu sein."

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Hyryläinen schafft beim FCM endlich den Durchbruch

Nach einer schwierigen letzten Saison ist Luka Hyryläinen (l., 22) in der aktuellen Spielzeit beim FCM gesetzt.  © Hendrik Schmidt/dpa

In der vergangenen Saison hatte der 22-Jährige eine schwierige Zeit. Im Sommer war Hyryläinen von Hoffenheim an die Elbe gewechselt, kam in den ersten Spielen allerdings nur bedingt zu Einsatzzeiten. Ab Mitte November dann der herbe Rückschlag:

Eine Schienbeinverletzung sorgte dafür, dass der Finne für den Rest der Saison nahezu keine einzige Partie mehr absolvierte. Am letzten Spieltag, im Mai 2026 gegen Kaiserslautern, konnte er immerhin sein Comeback feiern und wurde für die letzte Minute eingewechselt. In dieser Spielzeit ist nun glücklicherweise alles anders.

In zwölf Partien war der 1,90 Meter große Mittelfeldakteur zwölfmal in der Startaufstellung, sorgte für Stabilität und Sicherheit im Aufbauspiel.

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Nach dem 1:6-Auftaktdebakel gegen Braunschweig zeigte er gemeinsam mit dem FCM eine hervorragende Reaktion und hat seitdem erheblichen Anteil am Formhoch.

"Es fühlt sich nach meiner schwierigen letzten Saison gut an. Es freut mich viel zu spielen und Spielpraxis zu machen und macht einfach Spaß", zeigte sich Luka Hyryläinen glücklich über seine aktuelle Position.

Gute Phase für Luka Hyryläinen und den FCM

Mittelfeldakteur Luka Hyryläinen (22, r.) kommt in der laufenden Saison bereits auf drei Scorer.  © Julius Frick/dpa

Auch durch Hyryläinen befinden sich die Elbestädter aktuell in einer komfortablen Position. "Wir sind seit ein paar Wochen in einer guten Phase. Wir müssen jetzt weiter Gas geben und Punkte holen", so der 22-Jährige. Nach einer anstrengenden Englischen Woche steht der FCM weiterhin auf Rang fünf, in unmittelbarer Distanz zu den Aufstiegsplätzen.

Grund dafür ist auch der breite Kader bei den Magdeburgern. FCM-Coach Petrik Sander (65) hat nahezu ein Luxusproblem, bei welchem er am Spieltag aus mehreren individuell starken Akteuren auswählen darf.

"Wir haben sehr viel Qualität im Kader, vor allem im Mittelfeld", erkennt auch Hyryläinen. Eine Vorliebe für seine Mittelfeldkollegen hat er allerdings nicht: "Ich habe keine Präferenz. Ich mag es mit Falko zu spielen, oder auch mit Torben, Momo oder Felipe. Es macht mit allen vieren Spaß zu spielen."

Für ihn persönlich geht es laut eigenen Angaben jetzt darum, sich in gewissen Bereichen noch zu steigern: "Physisch kann ich mich noch verbessern, sodass ich 90 Minuten durchhalte. In der Schnelligkeit auch, aber da ist es mit meiner Körpergröße schwer, das zu verbessern. Aber ich versuche es. Ansonsten mit dem Ball und die Übersicht. Es fehlen sicherlich noch ein paar Prozente, die werde ich bis Dezember bekommen."

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Tabelle 2. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 Hertha BSC 10 23:8 28
2 1. FC Nürnberg 10 24:13 21
3 VfL Wolfsburg 10 25:14 19
4 1. FC Kaiserslautern 10 9:7 18
5 1. FC Magdeburg 10 21:13 17
6 1. FC Heidenheim 10 17:18 15
7 Arminia Bielefeld 10 16:15 14
8 FC St. Pauli 10 12:12 12
9 SpVgg Greuther Fürth 10 13:16 12
10 VfL Osnabrück 10 14:17 11
11 VfL Bochum 1848 10 8:11 11
12 Hannover 96 10 10:16 11
13 Karlsruher SC 10 13:21 11
14 FC Energie Cottbus 10 18:20 10
15 Eintracht Braunschweig 10 16:18 10
16 SV Darmstadt 98 10 9:19 9
17 Holstein Kiel 10 10:12 8
18 SG Dynamo Dresden 10 12:20 8

Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Zweitliga-Meister und steigt in die 1. Bundesliga auf. Letzteres gilt auch für Rang 2. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Rang der Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in Deutschlands höchster Fußball-Spielklasse.

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