"Ich lieb' die Jungs": Baris Atik mit ganz besonderem Gruß ans Trainerteam
Magdeburg - Eine direkt verwandelte Ecke, drei wichtige Punkte und der dritte Sieg im vierten Spiel. Der gestrige Nachmittag hätte für Baris Atik und seinen 1. FC Magdeburg besser kaum sein können. Im Anschluss an die Partie findet der 31-Jährige große Worte für seine gesamte Mannschaft und die Trainer.
"Wir haben heute einen super Job gemacht", war Atik im Anschluss der Partie gegen Kiel zu vernehmen. Als einer der Führungsspieler des FCM zeigte er seinen ganzen Stolz für seine Mannschaft und betont, dass das Team den Verein "nie im Stich gelassen" habe und auch unter dem wachsenden Druck immer performt habe. Dies bestätigte sich auch gegen die Störche.
Für ihn und Magdeburg war das jedoch alles andere als einfach: "Jeder weiß, wie anstrengend die Saison war, physisch wie mental. Auch für uns Führungsspieler - immer wieder voranzugehen, irgendwann geht da die Batterie aus, aber das werde ich erst nach der Saison spüren", meinte der 31-Jährige.
Um auf dem Platz zu funktionieren und die Art von Fußball zu spielen, wie Magdeburg es tut, dafür braucht es klare Vorgaben und Anweisungen. Baris Atik erkannte, wem er dafür Respekt zollen darf: "Man muss den Trainern auch mal ein Lob aussprechen. In so einer Phase zu kommen, uns zu vertrauen, Spaß reinzubringen und alles dafür zu tun, dass der Verein in dieser Liga bleibt, da habe ich einen mega Respekt vor."
Auf die Nachfrage, ob er sich wünschen würde, auch in der nächsten Saison mit demselben Trainerteam zu arbeiten, hatte Baris Atik klare Worte: "Natürlich. Ich lieb' die Jungs und das haben sie überragend gemacht. Wir haben eine DNA geschaffen."
Baris Atik per Kunstschuss ins Glück
Beim Spiel gegen Kiel gelang ihm mit seiner direkten Ecke ins Glück ein echtes Kunststück. Bei der Frage, ob der Schuss so gewollt war, konnte sich Atik einen Schmunzler nicht verkneifen und gab zu: "Das war mit Ansage. Ich hab den Auswechselspielern noch gesagt, dass ich es versuchen werden. Mit etwas Glück hat es dann auch geklappt." Ganz nach dem Motto: "Fuchs musst du sein, nicht nur einen langen Schwanz haben", lachte Atik.
Abhängig von den Resultaten von Düsseldorf und Fürth kann der FCM sogar schon an diesem Wochenende die Klasse halten. Atik würde das wohl nur beiläufig mitbekommen: "Ich sag’ dir ehrlich, ich weiß nicht einmal, ob ich die Spiele überhaupt schaue. Ich hab zwei Kinder zu Hause, ich muss den Spaßbären morgen machen. Vielleicht schaue ich mit einem Auge drauf."
Für den Leistungsträger ist der Fokus auf die eigene Leistung umso wichtiger: "Nächste Woche, ganz egal, ob wir durch sind oder nicht, wollen wir die drei Punkte holen. Das ist die Magdeburger DNA, ein Spiel herzugeben liegt nicht in meiner Natur", sagte er.
Titelfoto: Philipp Szyza/dpa
