Jubel der besonderen Art: FCM-Stürmer über seinen Sturz in Berliner Graben

Magdeburg - Es ist der 15. Spieltag in der 2. Bundesliga und Rayan Ghrieb (26) veredelt den Nachmittag des 1. FC Magdeburg mit dem 2:0-Siegtreffer (90+11.) gegen die Hertha BSC. Doch dann der Schreckmoment: Der 26-Jährige springt bei seinem Jubel kurzerhand in den Graben zwischen Tribüne und Innenraum.

Rayan Ghrieb (26, m.) kann nach seinem Sturz mit Teamkollege Dariusz Stalmach (20, r.) lachen.
Rayan Ghrieb (26, m.) kann nach seinem Sturz mit Teamkollege Dariusz Stalmach (20, r.) lachen.  © Andreas Gora/dpa

"Nach dem 2:0 waren wir uns sicher, dass wir die Partie ziehen und gewinnen werden. Nach meinem Treffer habe ich also meinen gesamten Emotionen freien Lauf gelassen und wollte unbedingt mit unseren Fans feiern", so Ghrieb im Trainingslager zur Bild.

Die Tribünen und der Innenraum des Berliner Olympiastadions werden allerdings durch einen knapp drei Meter tiefen Graben getrennt. Das habe der FCM-Stürmer laut eigenen Angaben nicht gewusst. Dem 26-Jährigen war durchaus bewusst, dass der Jubel auch anders hätte verlaufen können: "Es war im Nachhinein schon eine gefährliche Situation."

"Meine Freunde und vor allem die Familie waren vor dem TV gesessen und im ersten Moment ganz geschockt", erzählte er. Als der Angreifer dann aber mit einem Lächeln aus dem Graben stieg, war alle Sorge vergessen. "Jetzt können wir darüber lachen", sagte Ghrieb.

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Dabei hat sicherlich auch geholfen, dass der FCM die siebenfache Siegesserie der Berliner stoppen konnte.

Rayan Ghrieb: "Hatte sofort das Gefühl, zu Hause zu sein"

In der zuletzt sehr soliden Phase des 1. FC Magdeburg spielte Ghrieb jedoch nur eine Joker-Rolle. Wohl auch, weil die Ergebnisse zu Beginn der Saison mit ihm in der Startelf nicht gepasst haben.

Trotzdem fühlt er sich wohl: "Ich bin gut von der Mannschaft aufgenommen worden und hatte sofort das Gefühl, zu Hause zu sein." Im Testspiel gegen Winterthur konnte er seine Qualitäten mit einem Tor unter Beweis stellen.

Sollte er zum Rückrundenauftakt gegen Braunschweig ebenfalls treffen, hat er um sich herum zwar wieder eine blaue Tartanbahn, einen Graben gibt es im Eintracht-Stadion allerdings nicht.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

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