Nach Absturz in untere Tabellenhälfte: Rot-Weiß Erfurt will im Winter mehrere Profis rasieren

Erfurt - Nur ein Sieg aus den letzten zehn Ligaspielen plus das Aus im Viertelfinale des Thüringenpokals. Die sportliche Krise beim FC Rot-Weiß Erfurt zieht die ersten personellen Konsequenzen nach sich.

Nach der 0:2-Heimniederlage gegen die Hertha-Bubis hat sich die sportliche Krise bei Rot-Weiß Erfurt und Cheftrainer Fabian Gerber (43, r.) verschlimmert.
Nach der 0:2-Heimniederlage gegen die Hertha-Bubis hat sich die sportliche Krise bei Rot-Weiß Erfurt und Cheftrainer Fabian Gerber (43, r.) verschlimmert.  © IMAGO / Bild13

Nach den ersten sechs Spieltagen stand Rot-Weiß Erfurt noch an der Tabellenspitze der Regionalliga Nordost. Seitdem ging es für die Thüringer nur noch in eine Richtung - und zwar bergab.

Das Team von Cheftrainer Fabian Gerber (43) holte in den darauffolgenden neun Ligapartien magere sechs Pünktchen und findet sich inzwischen auf Platz zehn in der Tabelle wieder. Hinzu kommt das bittere Ausscheiden nach Elfmeterschießen im Viertelfinale des Landespokals beim ZFC Meuselwitz.

Vor allem die namhafte Offensive mit Mergel (26), Pronichev (26), Hajrulla (24), Elva (27), Badu (26), Seaton (27), Seidemann (23) oder auch Ex-US-Nationalspieler Romain Gall (28) hängt den Erwartungen inzwischen meilenweit hinterher. Während die Erfurter nach den ersten fünf Spieltagen starke 15 Treffer (im Schnitt drei Tore pro Partie) erzielt hatten, kriegen sie den Ball kaum noch ins Tor.

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In den letzten fünf Ligabegegnungen (vier Niederlagen, ein Sieg) gingen die Rot-Weißen viermal ohne eigenen Treffer wieder vom Feld. Selbst die Tatsache, dass RWE nach dem beendeten Insolvenzverfahren wieder schuldenfrei ist, konnte das Team bei der jüngsten 0:2-Heimpleite gegen die zweite Mannschaft von Hertha BSC nicht beflügeln.

Für die Profis des ehemaligen Drittliga-Dinos könnten nun unruhige Zeiten anbrechen!

Erneuter Umbruch bei Rot-Weiß Erfurt schon in ein paar Wochen?

Gegen die Hertha-Bubis flog beispielsweise Maximilian Pronichev aus dem Kader. Der Deutsch-Russe saß nur auf der Tribüne. "Leistungsgründe" sollen laut Gerber zu dieser Maßnahme geführt haben.

Der 26-Jährige, der von vielen Teams aus der Regionalliga Nordost umworben wurde, war erst im Sommer nach Erfurt gewechselt.

Die Degradierung von Pronichev könnte demnach als eindeutige und unmissverständliche Warnung verstanden werden. RWE-Boss Franz Gerber (70) kündigte nämlich an, dass der Verein sich im "Winter von Spielern trennen möchte, die nicht die Leistung bringen", die sich die Verantwortlichen "erhofft hatten".

Die angezählten RWE-Kicker haben nun noch drei Spiele, um sich für eine Weiterbeschäftigung über den Winter hinaus zu empfehlen.

Titelfoto: IMAGO / Bild13

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