Bielefeld - Wieder kein Dreier, aber Moral gezeigt: Der FC St. Pauli hat trotz zweimaligem Rückstand einen Punkt bei Arminia Bielefeld geholt - am Ende stand ein leistungsgerechtes 2:2.
Bei der Rückkehr von Louis Oppie auf die Alm kamen die Hamburger eigentlich gar nicht schlecht in die Partie. Mit einem strammen, aber etwas zu zentralen Freistoß von Eric Smith meldete die Rapp-Elf erstmals Ansprüche an - um kurz darauf plötzlich hinten zu liegen!
FCSP-Kapitän David Nemeth verschätzte sich erst bei einem Abschlag von DSC-Keeper Jonas Kersken und ließ sich dann auch noch im Zweikampf von Jannik Rochelt düpieren. Der ließ Ben Voll aus kurzer Distanz keine Chance und traf zum 0:1 aus Sicht der Gäste (13. Minute).
"Nach einem Abstoß darf man nicht so ein Tor kassieren. Wenn man unsere Gegentore generell sieht, die sind vermeidbar. Deshalb ist es umso ärgerlicher", kommentierte Oppie die Szene nach Abpfiff.
In der Folge hatten die Hausherren erst einmal Oberwasser, bis dieses Mal die St. Paulianer aus dem Nichts zuschlugen: Nemeth machte seinen Fehler wieder gut, eroberte an der Außenlinie die Kugel und spielte einen klasse Pass auf Taichi Hara, der trocken ins lange Eck abschloss - 1:1 (20.).
Anschließend sahen die Zuschauer in der SchücoArena eine ausgeglichene Partie. Wenn es mal gefährlich wurde, dann aber im Strafraum der Braun-Weißen. Den stabilsten Eindruck machte die St.-Pauli-Defensive erneut nicht.
Bielefeld gegen St. Pauli: Ceesay antwortet per Hacke auf Grodowski
Und in Hälfte zwei mussten die Kiezkicker schnell wieder einem Rückstand hinterherlaufen: Nach einem Freistoß wollte Hara klären, sein Kopfball landete aber genau bei Joel Grodowski, dessen abgefälschter Schuss aus rund elf Metern unter der Latte einschlug - 1:2 (51.).
Die Hamburger mussten sich anschließend kurz schütteln, schlugen dann aber erneut zurück - und wie! Nach einer scharfen Hereingabe von Arkadiusz Pyrka machte es Abdoulie Ceesay im Zentrum herausragend und drückte die Kugel mit der Hacke traumhaft zum 2:2 über die Linie (65.).
Danach bot sich dem Publikum dasselbe Bild wie im ersten Abschnitt: Beide Teams schenkten sich nichts und lieferten sich einen Schlagabtausch auf Augenhöhe. Die Schlussphase brach an und beide Seiten hofften auf den Lucky Punch.
So richtig ins Risiko ging dabei allerdings keine der beiden Mannschaften, sodass kurz darauf ein unterm Strich leistungsgerechtes Unentschieden zu Buche stand - das keinem Team so richtig weiterhilft.
Statistik zum Zweitliga-Duell zwischen Arminia Bielefeld und dem FC St. Pauli
Arminia Bielefeld - FC St. Pauli 2:2 (1:1)
Bielefeld: Kersken - Koudossou (81. Boakye), M. Bauer, Großer, Sicker - Russo - Mehlem (76. Schreck), Wörl (81. Wegener) - Momuluh (66. Jensen), Grodowski, Rochelt (66. Min)
St. Pauli: Voll - Nemeth, Mathisen, Ando - Pyrka, Rasmussen (88. Klein), Smith, Oppie - Hrgota (46. Metcalfe) - Kaars (46. Ceesay), Hara (76. Niang)
Schiedsrichter: Felix Prigan (Deizisau)
Zuschauer: 26.750 (ausverkauft)
Tore: 1:0 Rochelt (13.), 1:1 Hara (20.), 2:1 Grodowski (51.), 2:2 Ceesay (65.)
Gelbe Karten: Bauer (1), Mehlem (1) / Ando (2), Pyrka (2), Smith (1)
Tabelle 2. Bundesliga
| POS | VEREIN | Sp. | +/- | Pkt. | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
|
1. FC Nürnberg | 3 | 11:3 | 9 | |
| 2 |
|
Hertha BSC | 3 | 10:4 | 9 | |
| 3 |
|
VfL Wolfsburg | 3 | 6:2 | 7 | |
| 4 |
|
1. FC Heidenheim | 3 | 10:10 | 6 | |
| 5 |
|
1. FC Magdeburg | 3 | 6:6 | 6 | |
| 6 |
|
1. FC Kaiserslautern | 3 | 2:1 | 5 | |
| 7 |
|
Karlsruher SC | 4 | 6:8 | 5 | |
| 8 |
|
Arminia Bielefeld | 4 | 7:8 | 4 | |
| 8 |
|
SpVgg Greuther Fürth | 3 | 7:8 | 4 | |
| 10 |
|
Hannover 96 | 4 | 4:6 | 4 | |
| 11 |
|
Eintracht Braunschweig | 3 | 9:7 | 3 | |
| 12 |
|
FC St. Pauli | 4 | 6:7 | 3 | |
| 13 |
|
VfL Bochum 1848 | 3 | 1:2 | 3 | |
| 14 |
|
FC Energie Cottbus | 3 | 6:8 | 3 | |
| 15 |
|
VfL Osnabrück | 3 | 4:7 | 3 | |
| 16 |
|
SG Dynamo Dresden | 3 | 4:8 | 3 | |
| 17 |
|
Holstein Kiel | 3 | 4:6 | 2 | |
| 18 |
|
SV Darmstadt 98 | 3 | 2:4 | 1 | |
Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Zweitliga-Meister und steigt in die 1. Bundesliga auf. Letzteres gilt auch für Rang 2. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Rang der Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in Deutschlands höchster Fußball-Spielklasse.