St. Pauli: Afolayan glänzt nicht nur als Torschütze, sondern auch in neuer Rolle

Hamburg - Mit seinem vierten Saisontor entschied Oladapo Afolayan (26) die Partie seines FC St. Pauli gegen Eintracht Braunschweig (1:0). Dabei zeigte sich der Engländer auf ungewohnter Position.

Oladapo Afolayan (26) jubelt über seinen Siegtreffer für den FC St. Pauli.
Oladapo Afolayan (26) jubelt über seinen Siegtreffer für den FC St. Pauli.  © Marcus Brandt/dpa

Eigentlich ist der bullige Außenangreifer auf der rechten Seite zu Hause, doch gegen die Eintracht zog es den 26-Jährigen immer wieder ins Sturmzentrum, das Johannes Eggestein (26) verlassen hatte, um sich auf die Zehn fallen zu lassen. Ein cleverer Schachzug von Trainer Fabian Hürzeler (30), wie sich zeigte.

"Teams bereiten sich jede Woche auf uns vor. Da ist unsere Aufgabe, sie wieder vor neue Probleme zu stellen", wusste Afolayan um die Bedeutung seiner neuen Rolle.

Für den Engländer war es bereits der zweite Treffer im fünften Rückrundenspiel. Zuvor hatte er bereits gegen Greuther Fürth (3:2) getroffen. "Es Tor zu schießen, ist eines der besten Gefühle, die du haben kannst", versicherte der Profi. "Vor allem vor den eigenen Fans und nach der Niederlage in der Vorwoche."

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Durch seinem Treffer ebnete er den Kiezkickern den Weg zum Sieg - einem ganz speziellen! "Gegen ein Team, gegen das wir weder in der Liga noch im Freundschaftsspiel bislang gewonnen hatten", wusste er. Dreimal in der Liga und einmal im Testspiel blieb der Tabellenführer seit dem Löwen-Aufstieg 2022 ohne Dreier.

Oladapo Afolayan legt bei St. Pauli eine enorme Entwicklung hin

Afolayan ist von seinen Gegenspielern oft nur durch ein Foul zu stoppen.
Afolayan ist von seinen Gegenspielern oft nur durch ein Foul zu stoppen.  © Marcus Brandt/dpa

Seit seiner Ankunft von den Bolton Wanderers im Januar 2023 hat Afolayan am Millerntor eine starke Entwicklung hingelegt. "Er hat ein enormes Potenzial", ist sich Hürzeler bewusst, der aber auch weiß, dass er Afolayan nicht auf seiner angestammten Position Linksaußen spielen lässt. "Wir arbeiten viel mit ihm und versuchen, ihm Lösungen zu geben."

Aufgrund seiner tiefen Läufe und seines stämmigen Körpers beorderte der 30-Jährige seinen Schützling gegen Braunschweig immer wieder ins Zentrum. "Er stellt sich in den Dienst der Mannschaft, muss sich aber noch in einigen Bereichen verbessern", stellte Hürzeler klar.

"Er kann aber noch aktiver am Spiel teilnehmen, besonders auf der ballfernen Seite." Grundsätzlich bescheinigte er dem 26-Jährige aber einen "Schritt in die richtige Richtung".

Titelfoto: Marcus Brandt/dpa

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