FC St. Pauli besteht Stresstest bei Union Berlin: "Den Zähler nehmen wir mit"

Berlin - Was ist dieser Punkt wert? Der FC St. Pauli hat beim erwartet schweren Auswärtsspiel bei Union Berlin einen Zähler eingefahren, den Abstand zu den Köpenickern aber nicht verringern können.

St. Paulis Trainer Alexander Blessin (52) war mit dem Unentschieden nicht zufrieden, nahm den Punkt aber gerne mit auf die Rückreise.  © Andreas Gora/dpa

Ein Fußball-Leckerbissen war diese Partie nicht, aber das war von vornherein klar gewesen. Union agierte viel mit zweiten Bällen und ging aggressiv zu Werke. St. Pauli hingegen wehrte sich nach Kräften und war am Ende aufgrund der Spielanteile nicht unglücklich über den gewonnenen Punkt.

"Den Zähler nehmen wir mit", erklärte Trainer Alexander Blessin (52), der aber nicht ganz zufrieden war. "Aber der Punkt hilft uns auf jeden Fall weiter." Auch wenn die Kiezkicker den Rückstand auf Union nicht verkürzen konnten, so konnten sie ihn auf den 17. aus Wolfsburg ausbauen.

An der Alten Försterei wurde allerdings mal wieder deutlich, woran es bei St. Pauli haperte: an der Durchschlagskraft in der Offensive. Die blieb, vor allem in Person von Martijn Kaars (27), über lange Zeit blass, der Führungstreffer von Mathias Pereira Lage (29) - so sehenswert er auch war - entsprang eher dem Zufall (25. Minute).

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Zu diesem Zeitpunkt hatte die Blessin-Elf die erste Druckphase der Berliner überstanden. "Union hat uns am Anfang viel gestresst“, erklärte Hauke Wahl (31). Mit zunehmender Spieldauer fand das Team aber die richtige Balance, wie Blessin anmerkte.

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FC St. Pauli verteidigt Union-Standards gut, nur eben einmal nicht

Hauke Wahl (32, M) kam beim Gegentor zu spät und erkannte die Qualität von Union Berlin bei Standards an.  © Andreas Gora/dpa

"Du hast es auch im Stadion gemerkt, die Fans sind immer leiser geworden", bemerkte der 52-Jährige. "Wir haben es besser in den Griff gekriegt und waren auch besser in den zweiten Bällen." Die Führung hielt bis zur Pause, weil Keeper Nikola Vasilj (29) mehrfach zur Stelle war.

Im zweiten Durchgang stand St. Pauli zunächst tief, während Union sich ohne großen Ertrag mühte. Erfolg brachte dann aber eine von unzähligen Standardsituationen.

"Wir wussten um ihre Stärken nach Einwürfen und Ecken, fast alle haben wir gut verteidigt. Nur die eine eben nicht", ärgerte sich Blessin, der sich ein bisschen mehr Aktivität und eine höhere Position von seinen Spielern gewünscht hätte.

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Wahl hingegen erkannte schlichtweg die Qualität der Köpenicker bei Standards an. "Das war ein super Eckball, der genau in unseren Zwischenraum gekommen ist, ein super Einlauf und ein guter Kopfball. Deswegen ein bisschen ärgerlich, aber einfach gut gemacht."

Am Ende wurde es nur noch einmal brenzlig, als sich Nikola Vasilj (29) selbst in die Bredouille brachte, seinen Fehler aber doppelt ausbügelte (67.). Offensiv blieb St. Pauli hingegen auch nach der Einwechslung von Andréas Hountondji (23) harmlos.

Einziger Wermutstropfen: Kapitän Jackson Irvine (32) sah in der Nachspielzeit die Ampelkarte und fehlte damit am kommenden Samstag im Spitzenspiel gegen den FC Bayern.

Tabelle 1. Bundesliga

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Bayern München 28 100:27 73
2 Borussia Dortmund 28 60:28 64
3 RB Leipzig 28 55:36 53
4 VfB Stuttgart 28 56:38 53
5 TSG 1899 Hoffenheim 28 55:41 50
6 Bayer 04 Leverkusen 28 58:39 49
7 Eintracht Frankfurt 28 52:53 39
8 SC Freiburg 28 41:47 37
9 1. FSV Mainz 05 28 35:43 33
10 1. FC Union Berlin 28 32:47 32
11 FC Augsburg 28 34:51 32
12 Hamburger SV 28 32:41 31
13 Borussia Mönchengladbach 28 35:48 30
14 SV Werder Bremen 28 31:49 28
15 1. FC Köln 28 40:49 27
16 FC St. Pauli 28 25:45 25
17 VfL Wolfsburg 28 38:63 21
18 1. FC Heidenheim 28 29:63 16

Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Deutscher Meister. Wer auf den Rängen 17 und 18 steht, steigt in die 2. Bundesliga ab. Der drittletzte Platz (Position 16) darf in der sogenannten Relegation um den Klassenerhalt spielen. Der Gegner ist der Drittplatzierte der 2. Bundesliga.

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