FC St. Pauli empfängt den SC Paderborn: Alle Infos zum Duell am Millerntor

Hamburg - Gibt es dieses Mal einen Sieger? Die jüngsten beiden Duelle zwischen dem FC St. Pauli und dem SC Paderborn am Millerntor endeten, wie auch das Hinspiel, 2:2. Am Ostersonntag (13.30 Uhr) treffen beide Teams erneut aufeinander. TAG24 hat alle wichtigen Informationen für Euch auf einen Blick zusammengestellt.

Im Hinspiel lieferten sich der FC St. Pauli um Manolis Saliakas (27, r.) und der SC Paderborn mit Marcel Hoffmeier (24) ein packendes 2:2.
Im Hinspiel lieferten sich der FC St. Pauli um Manolis Saliakas (27, r.) und der SC Paderborn mit Marcel Hoffmeier (24) ein packendes 2:2.  © David Inderlied/dpa

Die voraussichtlichen Aufstellungen

FC St. Pauli: Vasilj - Wahl, Smith, Mets - Saliakas, Irvine, Hartel, Treu - Metcalfe, J. Eggestein, Amenyido

Es fehlen: Afolayan (Bänderverletzung im Sprunggelenk), Ahlstrand (Sprunggelenkverletzung), Banks (Aufbautraining), Boukhalfa (Adduktorenprobleme), Saad (5. Gelbe Karte), Zoller (Oberschenkelverletzung)

FC St. Pauli: Johannes Eggestein freut sich auf doppeltes Wiedersehen
FC St. Pauli FC St. Pauli: Johannes Eggestein freut sich auf doppeltes Wiedersehen

SC Paderborn: Boevink - M. Hoffmeier, Musliu, Brackelmann - Obermair, D. Kinsombi, Hansen, Zehnter - Bilbija, Kostons, Klaas

Es fehlen: K. Ezekwem (Erkrankung), Klefisch (5. Gelbe Karte), Platte (Lauftraining nach Innenbandanriss im linken Knie), Rohr (Infekt), Ma. Schuster (Reha nach Knie-Arthroskopie)

Die Bilanz und das Hinspiel

26-mal trafen die Kiezkicker und die Ostwestfalen bislang aufeinander. Acht Begegnungen davon konnte St. Pauli für sich entscheiden, Paderborn hingegen sogar elf. Rein auf die Partien in der 2. Liga betrachtet, sieht die Bilanz aus Sicht des Tabellenführers noch düsterer aus. Fünf Siegen stehen neun Niederlagen gegenüber.

Eines der sieben Unentschieden datiert allerdings vom Hinspiel. Florent Muslija hatte den SCP mit einem Traumtor aus über 56 Metern früh in Führung gebracht (8. Minute). Nach der Pause drehten Johannes Eggestein (48.) und Jackson Irvine (78.) die Partie. Doch Filip Bilbija sicherte den Paderbornern mit seinem Treffer noch einen Punkt (82.).

FC St. Pauli zurück in der Erfolgsspur, SC Paderborn im März noch ohne Sieg

St.-Pauli-Coach Fabian Hürzeler (31, r.) und Paderborn-Trainer Lukas Kwasniok (42) hatten ihre Teams so eingestellt, dass sich im direkten Duell der Hinrunde ein Rasenschach-Duell entwickelte.
St.-Pauli-Coach Fabian Hürzeler (31, r.) und Paderborn-Trainer Lukas Kwasniok (42) hatten ihre Teams so eingestellt, dass sich im direkten Duell der Hinrunde ein Rasenschach-Duell entwickelte.  © Fotomontage: David Inderlied/dpa, Marco Steinbrenner/DeFodi Images/dpa

Die Form

Nach dem Ausrutscher auf Schalke (1:3) hat sich St. Pauli wieder gefangen und kehrte zu den Basics zurück. Dies hatte in der Folge, dass die Hürzeler-Elf gegen Hertha BSC und den 1. FC Nürnberg mit jeweils 2:0 gewann und dabei teilweise einen Klassenunterschied zum Gegner sichtbar machte.

Paderborn wartet im März hingegen noch auf den ersten Sieg. In der Statistik steht neben zwei Unentschieden gegen Magdeburg (0:0) und Schalke (3:3) auch eine 1:2-Pleite gegen Eintracht Braunschweig, wodurch der Anschluss an die Aufstiegsplätze ein wenig verloren ging.

FC St. Pauli: Darum sind seine Mitspieler von Karol Mets genervt
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Das sagen die Trainer

FCSP-Coach Fabian Hürzeler (31) über die Ostwestfalen: "Sie sind ein Gegner, der jede Mannschaft in der Liga schlagen kann. Sie sind sehr anpassungsfähig und können sich sehr gut auf einen Gegner einstellen. Es können Thematiken auf uns zukommen, die unangenehm für uns sind. Da gehört die Mann-Orientierung dazu. Für uns gilt es, uns auf eine gewisse Mann-Orientierung, aber auch auf einen Gegner vorzubereiten, der tief und kompakt steht und schnell umschalten kann."

SCP-Trainer Lukas Kwasniok (42) über die Kiezkicker: "Mit dem Ball ist das fast perfektioniert in unterschiedlichen Anordnungen. St. Pauli wird am Ende der Saison aufsteigen. Wir versuchen, das ein wenig in die Länge zu ziehen, indem wir nach Möglichkeit ein tolles Spiel abliefern."

Paderborn-Angreifer Sirlord Conteh spielte vier Jahre für die U23 des FC St. Pauli

Paderborns Sirlord Conteh (27, r.) ist mit seinem Tempo nur schwer zu halten. Hier lässt er HSV-Kapitän Sebastian Schonlau (28) stehen.
Paderborns Sirlord Conteh (27, r.) ist mit seinem Tempo nur schwer zu halten. Hier lässt er HSV-Kapitän Sebastian Schonlau (28) stehen.

Player to watch

Für Paderborns Sirlord Conteh (27) dürfte die Partie am Millerntor eine ganz besondere werden. Der Offensivspieler ist nicht nur in Hamburg geboren, er spielte auch vier Jahre lang für die U23 der Kiezkicker in der Regionalliga. Dort gelangen ihm in 101 Partien 25 Tore und 13 Vorlagen.

Über die 3. Liga und den 1. FC Magdeburg führte Conteh der Weg im Sommer 2022 schließlich nach Ostwestfalen, wo er in dieser Saison nicht über die Rolle des Ersatzspielers hinauskommt.

Wie wertvoll er ist, hat er allerdings im Hinspiel gezeigt. Das 2:2 durch Bilbija leitete er mit einem mustergültigen Sprint vor, bei dem er Hauke Wahl einfach stehen ließ. Auf ein ähnliches Szenario würden die Kiezkicker am Sonntag gern verzichten.

Der TAG24-Tipp

Während Sören Gonther im Duell seiner beiden Ex-Vereine auf einen 2:1-Sieg des FC St. Pauli tippt, sagt TAG24 einen weiteren 2:0-Erfolg der Kiezkicker voraus.

Titelfoto: David Inderlied/dpa

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