FC St. Pauli wird zum großen Verlierer des Spieltages: "Müssen Punkte woanders holen"

Hamburg - Der Blick richtete sich schon nach vorne! Der Frust beim FC St. Pauli über den verpassten Sieg gegen den 1. FC Köln war groß, dennoch waren die Spieler weiterhin vom direkten Klassenerhalt überzeugt.

St.-Pauli-Keeper Nikola Vasilj (30) sprach nach dem Köln-Remis von "zwei verlorenen Punkten".  © WITTERS

Mit einem Sieg hätten die Kiezkicker Big Points im Abstiegskampf einfahren können, stattdessen sind sie nach Samstagnachmittag so etwas wie der große Verlierer. Der Vorsprung auf den VfL Wolfsburg (17.) ist auf zwei Zähler geschmolzen, das rettende Ufer ist nun vier Punkte weg, wobei Borussia Mönchengladbach (15.) am Sonntag noch punkten kann.

Am Freitagabend war da schon die Rede von "zwei verlorenen Punkten" gewesen, wie Torhüter Nikola Vasilj (30) zugab. Auch sein Trainer Alexander Blessin (52): "Jetzt müssen wir sehen, dass wir die Punkte woanders holen."

Vor allem der späte Gegentreffer durch einen umstrittenen Elfmeter sorgte für Ärger. "Aber es ist, wie es ist", sagte Vasilj und versuchte die positiven Dinge mit aus der Partie zu nehmen. Blessin

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"Wir sind als Team aufgetreten, hatten eine gute Balance, wann wir pressen und wann wir uns ein bisschen fallen lassen und dann immer noch aktiv bleiben", beschrieb Vasilj. Selbst als sich St. Pauli nach der Führung etwas fallen ließ, strahlte Köln keinerlei Gefahr aus.

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St.-Pauli-Kapitän Jackson Irvine mit klarer Ansage: "In der Lage, alle Spiele zu gewinnen"

Kapitän Jackson Irvine (33, l) ärgerte sich, blickte aber auch positiv voraus.  © Christian Charisius/dpa

Und genau so muss es auch in den kommenden vier Begegnungen sein, nur so haben die Kiezkicker eine Chance. Wie Kapitän Jackson Irvine (33) verriet, hatte es unter der Woche nach der Bayern-Klatsche klärende Gespräche gegeben.

"Nur wir Spieler untereinander, um die Verbindung wiederzufinden", sagte der Australier. "Das hat man gegen Köln gesehen. Manchmal braucht man diesen Reality Check in einer Saison. In den letzten vier Spielen müssen wir genau so zusammenhalten."

Hoffnung machen die Rückkehrer Eric Smith (29) und Joel Chima Fujita (24). "Es macht einen Unterschied, ob wir alle Mann an Bord haben", verdeutlichte Irvine. "Nicht nur für die erste Elf, sondern für den gesamten Kader."

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Mit Blick auf das Restprogramm, das auf den ersten Blick bis auf RB Leipzig mehr als machbar erscheint, legte sich der Kapitän sogar fest: "Wir sind dazu in der Lage, diese Spiele alle zu gewinnen. Wir haben es in der Hand. Wir entscheiden über unser Schicksal."

Doch dafür muss St. Pauli eben auch mal einen Sieg über die Zeit und sich nicht selbst um den verdienten Lohn bringen. Denn die Konkurrenz schläft nicht.

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