St.-Pauli-Profi Etienne Amenyido versichert: "Sind immer noch in einer super Lage"

Hamburg - Die Vergangenheit interessiert ihn nicht! St.-Pauli-Profi Etienne Amenyido (24) will sich weder mit seinen Verletzungen noch mit den vergangenen Spielen länger beschäftigen.

Etienne Amenyido (24) blickt nach vorne und freut sich auf die restlichen Spiele mit dem FC St. Pauli.
Etienne Amenyido (24) blickt nach vorne und freut sich auf die restlichen Spiele mit dem FC St. Pauli.  © Daniel Reinhardt/dpa

Das Last-Minute-Remis beim SV Sandhausen sei mit dem heutigen Training abgehakt, versicherte der Offensiv-Spieler. "Es war ein bitterer Moment und tat sehr weh", bestätigte der 24-Jährige. "Wir hätten den Sieg verdient gehabt."

Das ab jetzt gelte der volle Fokus dem Spiel am Samstagabend (20.30 Uhr) gegen den Verfolger SV Darmstadt 98. An das Hinspiel (0:4), seinen ersten Einsatz von Beginn an und über 90 Minuten für die Kiezkicker, erinnert sich Amenyido nicht so gerne zurück.

"Es war ein unglücklicher Start, wir sind früh in Rückstand geraten", erinnerte er sich und beklagte, dass das Team den Plan in den ersten 45 Minuten nicht umgesetzt habe.

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Für das Rückspiel ist er zuversichtlicher. "Darmstadt hat die Lücken", erklärte der Angreifer. "Das hat man gesehen, wo sie fünf Tore eingeschenkt bekommen haben." Am vergangenen Spieltag verloren die Lilien 2:5 gegen den FC Schalke 04 und erlitten, ähnlich wie St. Pauli, einen kleinen Dämpfer im Aufstiegsrennen.

Etienne Amenyido setzt im Aufstiegsrennen auf die Heimstärke des FC St. Pauli

Für den 24-Jährigen war im Hinspiel beim SV Darmstadt 98 nichts zu holen.
Für den 24-Jährigen war im Hinspiel beim SV Darmstadt 98 nichts zu holen.  © Thomas Frey/dpa

Amenyido setzt in dem Duell vor allem auf die Heimstärke der Kiezkicker. "Wir wollen das weiter ausbauen und freuen uns auf die Spiele mit den Fans", sagte er. "Sie spielen eine unglaublich große Rolle und können uns hinten raus in den Spielen pushen."

Unklar ist allerdings noch, in welcher Rolle der 24-Jährige am Samstag auf dem Feld stehen wird. Auf der Zehn, im Sturm neben Guido Burgstaller oder auf der Bank? Das hängt zum einen vom Heilungsverlauf bei Daniel-Kofi Kyereh (26) ab, und zum anderen von Trainer Timo Schultz (44), der letztlich die Aufstellung macht.

Der Offensiv-Spieler versichert: "Ich versuche meine Leistungen abzurufen und mich einzubringen. Der Teamerfolg steht ganz oben auf der Liste."

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Dafür müsse die Mannschaft aber wieder an einem Strang ziehen. Nach dem Remis in Sandhausen bemängelte Trainer Schultz die Körpersprache seiner Akteure. "Wir müssen uns nach einer Stunde trotzdem weiter pushen", erklärte auch Amenyido. "Zudem müssen wir mehr Sicherheit und Selbstvertrauen im Ballbesitz haben."

St.-Pauli-Profi Etienne Amenyido weiß, wie man aufsteigt

Und auf die wird es in den kommenden Spielen gegen die direkte Konkurrenz ankommen. "Wir sind immer noch in einer super Lage", versicherte der 24-Jährige. "Nur, weil wir jetzt drei Spiele nicht gewonnen haben, geht es nicht den Bach runter."

Der große Traum, der Aufstieg in die erste Liga, sei nach wie vor bei jedem Spieler groß. Amenyido weiß zumindest, wie es sich anfühlt, aufzusteigen. Mit dem VfL Osnabrück schaffte er in der Saison 2018/19 den Sprung von der dritten in die zweite Liga.

Das Rezept? "Man braucht Konstanz und darf den Kopf nicht verlieren. Man muss richtige Entscheidungen treffen und immer das Ziel vor Augen haben." Beim FC St. Pauli arbeite das gesamte Team dafür, jeder wisse, worum es gehe. Und vielleicht kann am Ende der Saison die große Sause am Millerntor steigen.

Titelfoto: Daniel Reinhardt/dpa

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