St. Pauli will gegen Freiburg vor besonderer Kulisse nicht leichtsinnig werden
Hamburg - Am Sonntag trifft der FC St. Pauli zu Hause auf den SC Freiburg (17.30 Uhr/DAZN). Obwohl die Breisgauer nur einen Punkt aus drei Liga-Spielen mitnehmen konnten, geht Trainer Alexander Blessin (52) mit seiner Mannschaft keineswegs leichtsinnig in die Partie.
In der Europa League gegen Genk hat das Team von Julian Schuster (40) schließlich ordentlich abgeliefert und nach einer starken Leistung verdient 5:1 gewonnen.
"Man wähnte schon, dass sie so einen kleinen Abwärtstrend zu verbuchen haben und ein paar Niederlagen dann verkraften mussten. Auch haben sie sich in den Spielen sicherlich nicht so souverän und voller Energie präsentiert, wie sie sonst davor waren", analysierte der Kiezcoach bei der Pressekonferenz am Freitagnachmittag.
Dass sich die Freiburger nun durch ihre souveräne Leistung aber sicherlich einen Schub für das Auswärtsduell gegen die Hamburger erarbeitet haben, sei anzunehmen.
"Deswegen müssen wir da natürlich auf unserer Seite alles dafür tun, dass wir sie beschäftigen. Da braucht man Energie und da braucht man alles Nötige, um da was zu holen", so Blessins Einschätzung.
Um die drei Zähler mitzunehmen, müsse man im Vergleich zum vergangenen Auswärtsspiel in Gladbach definitiv auch mehr in der Offensive tun.
Alexander Blessin freut sich über besondere Atmosphäre
Dass man in der Rückrunde bislang recht ordentlich performt hat, gebe der Mannschaft so weit aber ein gutes Gefühl mit Blick auf die anstehende Partie.
Dennoch dürfe man nicht vergessen, an welcher Stelle der Tabelle man sich befinde. Um eine Komfortzone handle es sich schließlich keineswegs.
"Wir haben einfach zu wenig Punkte. Der Druck ist da. Und das heißt, wir müssen dieses Spiel gewinnen, um Punkte zu sammeln", betonte der Kiezcoach.
Dazu wolle man auch versuchen, die Atmosphäre am Sonntag bestmöglich aufzusaugen. Neben der Tatsache, dass der Frühlingsdom im Hintergrund für eine besondere Kulisse sorgt, wird es einen Fan-Marsch vor dem Flutlichtspiel geben.
"Die Einfahrt zum Stadion war damals schon etwas Besonderes", schwärmte Blessin. "Was ich mir wünsche, ist natürlich, dass wir es genauso hinkriegen, dass wir uns mehr oder weniger gegenseitig befruchten, dass die Fans dann sofort sehen, dass wir da sind, dass sie uns komplett pushen und damit jeden nötigen Prozentpunkt dann aus uns rauskitzeln".
Titelfoto: Marius Becker/dpa

