Vierter Sieg in Serie! FC St. Pauli dreht Spiel beim 1. FC Magdeburg

Magdeburg - Was für ein Finish! Der FC St. Pauli hat dank Abwehrspieler Jakob Medic einen Last-Minute-Sieg beim 1. FC Magdeburg gefeiert. Damit sicherten sich die Kiezkicker den vierten Sieg im vierten Spiel unter Cheftrainer Fabian Hürzeler.

St. Paulis Jakov Medic (r.) und Magdeburgs Maximilian Ullmann kämpfen um den Ball.
St. Paulis Jakov Medic (r.) und Magdeburgs Maximilian Ullmann kämpfen um den Ball.  © Christian Modla/dpa

Medic blieb in der 89. Minute vor dem gegnerischen Tor cool und schweißte die Kugel an FCM-Keeper Dominik Reimann in die Maschen. Anschließend half der Kroate mit, den Sieg über die Zeit zu bringen.

St. Pauli, das kurzfristig auf Eric Smith (muskuläre Probleme) verzichten musste, begann spielbestimmend und hatte durch Connor Metcalfe (13.) und Marcel Hartel (14.) zwei gute Chancen. Doch dann kam ein Bruch ins Spiel.

Magdeburg übernahm plötzlich die Kontrolle über die Partie und hatte durch Moritz-Broni Kwarteng gleich die Führung auf dem Fuß (17.). Der beste Torschütze des FCM scheiterte aber an FCSP-Keeper Nikola Vasilj.

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In der 39. Minute war der Bosnier allerdings machtlos. Nach einem Fehlpass von Leart Paqarada kam Amara Condé an den Ball und steckte ihn auf Baris Atik durch. Der stärkste Magdeburger bekam von Jakov Medic zu viel Platz und ließ sich nicht zweimal bitten. Der 28-Jährige schlenzte das Leder zur FCM-Führung ins Eck.

Nach der Pause hatten die Kiezkicker großes Glück. Erst scheiterte Mohammed El Hankouri an Torwart Vasilj (52.), wenig später der eingewechselte Luc Castaignos (66.).

Jackson Irvine gleicht für den FC St. Pauli aus, Jakov Medic sorgt für den Siegtreffer

Der Jubel nach dem Ausgleich durch Jackson Irvine (M) war groß.
Der Jubel nach dem Ausgleich durch Jackson Irvine (M) war groß.  © Christian Modla/dpa

Bei St. Pauli machte nach dem Seitenwechsel vor allem Winterneuzugang Maurides auf sich aufmerksam. Der bullige Angreifer hatte nach 72 Zeigerumdrehungen den Ausgleich auf dem Fuß, schoss aber deutlich drüber.

Kurze Zeit später war es dann aber so weit. Paqarada machte seinen Fehler vor dem Gegentor wieder gut und brachte eine Ecke genau auf den Kopf von Jackson Irvine. Der Ausgleich!

Und dann kam ja noch Medic, der für den ausgelassenen Jubel sorgte. Am Ende brachten die Kiezkicker den Sieg über die Zeit und feierten gegen Magdeburg den sechsten Sieg im siebten Duell.

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Durch den vierten Dreier in Serie sprangen die Hamburger mit nunmehr 29 Punkten auf Rang acht. Weiter geht es am kommenden Spieltag gegen Hansa Rostock.

Der FCM hingegen blieb daheim wieder einmal ohne Dreier und blieb auf dem 15. Tabellenplatz hängen. Am kommenden Wochenende kommt es zum Krisengipfel gegen Hannover 96.

Die Statistik zum Zweitliga-Spiel zwischen dem 1. FC Magdeburg und dem FC St. Pauli

1. FC Magdeburg - FC St. Pauli 1:2 (1:0)

Aufstellung 1. FC Magdeburg: Reimann - Bockhorn (80. Lawrence), Heber, Sechelmann, Ullmann - Elfadli, Condé (85. Rieckmann), El Hankouri (60. Ito), Kwarteng, Atik - Brünker (60. Castaignos)

Aufstellung FC St. Pauli: Vasilj - Mets, Medic, Fazliji (68. Otto) - Paqarada, Wieckhoff (45. Maurides) - Irvine, Hartel, Metcalfe, Afolayan (90. Beifus) - Daschner (87. Matanovic)

Schiedsrichter: Patrick Alt (Illingen) - Zuschauer: 24.287

Tore: 1:0 Atik (39.), 1:1 Irvine (74.), Medic (89.)

Gelbe Karten: Kwarteng (2), Sechelmann (2) / Paqarada (3)

Gelb-Rote Karten: - / -

Rote Karte: - / -

Beste Spieler: Atik / Irvine, Medic

Titelfoto: Christian Modla/dpa

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