Jena - Auftakt nach Maß für den FSV Zwickau, der sich am Sonntagnachmittag bei Carl Zeiss Jena nach einem 0:1-Rückstand stark zurückmeldete und sich dank der Treffer von Cemal Sezer und Philipp Harant einen 2:1 (1:1)-Auswärtssieg sicherte.
"Das war ein bärenstarker Auftritt der Jungs, bei einer wirklich sehr starken Jenaer Mannschaft. Wir haben uns von dem Rückstand nicht beirren lassen, kommen durch Cemal zurück, lassen in der zweiten Halbzeit praktisch nichts zu und setzen den entscheidenden Konter", freute sich Sportchef Robin Lenk direkt nach Abpfiff beim Gang in die Kurve.
Die Schwäne wussten nach der durchwachsenen Vorbereitung nicht so recht, wo sie denn stehen. Gerade die Defensive hatte sich anfällig gezeigt, dazu die Ballverluste im Spielaufbau. Und so schien es in der Liga weiterzugehen, denn da taten sich im ersten Durchgang Lücken auf.
Sezer mit dem Ballverlust, die Deckung zu offen und keiner bei Emilio Munser (29.) - 0:1. Jena arbeitete am zweiten Treffer, während die Westsachsen über einen ruhenden Ball zum Ziel kamen.
Der FSV Zwickau stand zur zweiten Hälfte kompakter
"Unser Co-Trainer Daniel Rupf hatte noch am Sonnabend gesagt, dass für uns etwas durch Standards gehen kann und er sollte Recht behalten", schmunzelte Lenk. Sandro Sengersdorf mit der Ecke an den zweiten Pfosten, wo sich keiner für Sezer (40.) verantwortlich fühlte, der wuchtig einköpfte.
Die Schmitt-Elf stand zur zweiten Hälfte kompakter und setzte auf Tempogegenstöße. Joker Philipp Harant (82.) wurde mit einem langen Ball aus der Zwickauer Hälfte heraus geschickt, schüttelte Nils Butzen im Laufduell ab und besaß nach seinem Sprint übers halbe Feld die Coolness, um Marius Liesegang zu überwinden.
"Genau deswegen haben wir ihn verpflichtet! Er braucht wenig Chancen, um zum Torerfolg zu kommen und ist zudem eiskalt im Eins-gegen-eins", so Lenk.