Zwickau - "Gute Saison euch. Zwickau ist ein geiler Klub, aber der Trainer ist respektlos!", sagte Chemie Leipzigs Trainer Alexander Schmidt (57), stand auf und verließ das Podium im Presseraum der Zwickauer GGZ-Arena. Zuvor hatte der Gästetrainer rund fünf Minuten auf seinen Gegenüber, Rico Schmitt (57), warten müssen.
Zu viel offenbar. Ex-Dynamo-Coach Schmidt war kaum zur Tür raus, da kamen wenige Augenblicke später Schmitt und FSV-Sportdirektor Robin Lenk (42), infolge des 1:0-Heimsiegs sichtlich erfreut, hinein.
Der Schwäne-Coach reflektierte zunächst den Heimsieg, ging auf die eigene Leistung, den starken Support und das 31. ungeschlagene Heimspiel in Serie ein. Es folgte seine Einschätzung zu Marc-Philipp Zimmermann (36), der mit seinem dritten Saisontor den Weg zum Sieg ebnete.
Und natürlich musste der 57-jährige Fußballlehrer danach auf die Vorgänge eingehen, die zum verwaisten Platz ganz links auf dem Podium führten.
Die Pressekonferenz im Video:
FSV-Coach Schmitt über Aussage von Chemie-Trainer: "Kann mir die Reaktion nicht erklären"
"Ich kann mir die Reaktion nicht erklären", sagte Schmitt auf die TAG24-Nachfrage. "Mir ist es in meinen 25 Jahren als Profitrainer auch schon so ergangen, dass ich einmal länger warten musste, weil es was zu besprechen gab. So ist das nunmal."
Der FSV-Coach weiter: "Er (Alexander Schmidt/d. Red.) ist ein ganz erfahrener Zweitligatrainer, der jetzt aktuell hier Staub wischt und da muss er auch mal etwas Wartezeit mitbringen. Der Bus steht ja immer noch hier unten... Das sehe ich ja", sagte Schmitt und machte einen langen Hals, um einen Blick aus dem Fenster auf den Mannschaftsbus der Leipzig zu werfen.
Denn das war das Kuriosum: Die Pressekonferenz war gegen 16.50 Uhr beendet und selbst eine Viertelstunde danach stand der Chemie-Bus immer noch auf dem Parkplatz vor der Haupttribüne und setzte sich erst kurz darauf Richtung Messestadt in Bewegung.
Tabelle Regionalliga Nordost
| POS | VEREIN | Sp. | +/- | Pkt. | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
|
1. FC Lokomotive Leipzig | 34 | 65:30 | 72 | |
| 2 |
|
FC Carl Zeiss Jena | 34 | 65:35 | 72 | |
| 3 |
|
FSV Zwickau | 34 | 52:44 | 64 | |
| 4 |
|
Hallescher FC | 34 | 63:36 | 63 | |
| 5 |
|
FC Rot-Weiß Erfurt | 34 | 68:47 | 61 | |
| 6 |
|
VSG Altglienicke | 34 | 50:40 | 53 | |
| 7 |
|
Chemnitzer FC | 34 | 56:52 | 51 | |
| 8 |
|
BFC Preussen | 34 | 50:55 | 50 | |
| 9 |
|
1. FC Magdeburg II | 34 | 61:55 | 49 | |
| 10 |
|
FSV 63 Luckenwalde | 34 | 36:45 | 43 | |
| 11 |
|
SV Babelsberg 03 | 34 | 67:65 | 41 | |
| 12 |
|
BFC Dynamo | 34 | 45:50 | 40 | |
| 13 |
|
BSG Chemie Leipzig | 34 | 43:49 | 40 | |
| 14 |
|
Hertha BSC II | 34 | 46:60 | 40 | |
| 15 |
|
Greifswalder FC | 34 | 40:45 | 38 | |
| 16 |
|
ZFC Meuselwitz | 34 | 44:61 | 33 | |
| 17 |
|
FC Eilenburg | 34 | 35:68 | 23 | |
| 18 |
|
Hertha 03 Zehlendorf | 34 | 30:79 | 14 | |
Der Meister 2026 spielt am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.