FSV-Coach Schmitt rechnet mit Derby-Schmach ab: "Tiefpunkt meiner Arbeit hier in Zwickau"

Zwickau - Zum zweiten Mal in dieser Saison versagt der FSV Zwickau in einem Bezirksderby. Wie schon gegen den Chemnitzer FC ließ die Schmitt-Elf gegen Erzgebirge Aue alles vermissen. Keine spielerische Linie, die Körpersprache katastrophal und die Einstellung zu wenig, um dem Erzrivalen Paroli bieten zu können. Die Konsequenz: Zwickau geht 0:3 (0:1) unter.

FSV-Coach Rico Schmitt (58) empfand die Beschimpfungen der Fans gerechtfertigt.  © Picture Point/ Sven Sonntag

Es hätte gut und gerne auch ein 0:6 werden können, wenn Keeper Lucas Hiemann (27) in der zweiten Halbzeit nicht zweimal herausragend pariert hätte. Einmal rettete zudem die Latte.

"Wir werden zurecht durchbeleidigt. [...] Für mich ist das ein Tiefpunkt meiner Arbeit hier in Zwickau. Wir müssen jetzt um jeden einzelnen Zuschauer kämpfen in der Art und Weise wie wir spielen. Wir haben einen Gegner, der gewackelt hat, aufgebaut", gab Cheftrainer Rico Schmitt (58) zu.

Dass die Fans noch vor Abpfiff mit ihren Füßen abstimmten und aus dem Stadion flüchteten, ist ein genauso bedenkliches Signal, wie der Umstand, dass die Fankurve ihre Mannschaft nicht sehen wollte.

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Apropos sehen lassen: In der Mixed-Zone ließen sich neben Hiemann nur wenige sehen. Er sagte offen und ehrlich: "Die ganze Stadt lebt für dieses eine Spiel. Dann so eine Leistung anzubieten, ist nicht akzeptabel. Ich würde auch nicht eine Mannschaft supporten, die so etwas anbietet."

Der Verein ging in den sozialen Medien vorsorglich auf Tauchstation, indem er auf Facebook vorübergehend die Kommentarfunktion unter dem Post des Endergebnisses ausschaltete.

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FSV-Keeper Lucas Hiemann zieht hartes Resümee: "Wir haben unterdurchschnittlich gespielt"

Auch FSV-Keeper Lucas Hiemann (27) findet deutliche Worte: "Die Worte fallen zu billig." (Archivbild)  © Picture Point/ Sven Sonntag

Was Derbygegner Aue in den letzten Wochen nach Niederlagen ereilte, traf nun die Schwäne mit voller Wucht: Ärger, Frust und Wut.

"Wir haben unterdurchschnittlich gespielt und viel zu fehlerbehaftet, wodurch die Motivation und dieses Pushen innerhalb der Mannschaft verloren geht, wenn du zu viele Faselfehler machst. Die Tore fallen viel zu billig. Teilweise war das Slapstick", kritisierte Hiemann.

FSV-Coach Schmitt sah es ähnlich: "Du hast den Derbysieg nicht verdient, wenn du solche Böcke wie beim 0:2 und 0:3 machst." Mag sein, nur aus dem Spiel heraus kam von Zwickau halt auch nichts. Kein Spielaufbau, viele Fehlabspiele, kein Tempo und außer bei Standards auch null Torgefahr.

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"Unter dem Strich steht ein 0:3 und eine schwache Leistung. Wenn zwei, drei Spieler Normalform haben, reicht es nicht, ein Derby zu gewinnen."

Tabelle Regionalliga Nordost

POS VEREIN Sp. +/- Pkt.
1 FC Rot-Weiß Erfurt 14 42:18 31
2 Chemnitzer FC 14 30:9 30
3 Hallescher FC 13 20:9 28
4 VSG Altglienicke 14 26:17 27
5 FC Carl Zeiss Jena 14 23:12 26
6 BFC Dynamo 14 22:13 26
7 FC Erzgebirge Aue 14 23:18 24
8 Greifswalder FC 14 28:23 22
9 1. FC Magdeburg II 14 27:28 19
10 FSV Zwickau 14 17:22 19
11 1. FC Lokomotive Leipzig 13 25:25 17
12 SV Babelsberg 03 14 15:23 16
13 BFC Preussen 14 16:22 11
14 Tasmania Berlin 14 21:39 11
15 BSG Chemie Leipzig 13 15:22 10
16 Hertha BSC II 13 10:23 10
17 RSV Eintracht 1949 14 15:32 9
18 FSV 63 Luckenwalde 14 14:34 6

Der Meister der Regionalliga Nordost steigt in diesem Jahr direkt in die 3. Liga auf.

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