Zwickau - Der verlorene Sohn kehrt zurück! Dem FSV Zwickau ist in der Kaderplanung auf die neue Regionalligasaison ein echter Transfercoup gelungen. Ben-Luca Moritz (25), Stammspieler und Leistungsträger bei Rot-Weiß Erfurt, wechselt im Sommer zu seinem Jugendverein und unterschreibt bis 30. Juni 2029.
Die Frise hat sich seit seinem Weggang vor 15 Jahren geändert, das Wappen auf der Brust ziert dafür bald wieder die drei Schwäne und die vertikal verlaufenden rot-weißen Streifen. "Ich wusste, mein Vertrag in Erfurt läuft aus, und dann habe ich geschaut, was es für Optionen gibt und wo ich mich noch mal ein bisschen besser weiterentwickeln und persönlich den nächsten Schritt machen kann - menschlich und auch sportlich", fiel Moritz' Wahl auf seine Heimatstadt.
Der 25-Jährige berichtet von tollen Gesprächen mit Trainer Rico Schmitt (57) und Sportdirektor Robin Lenk (42): "Ich hatte echt ein sehr, sehr gutes Gefühl, weil ich eine sehr hohe Wertschätzung erfuhr."
Bis Ende 2010 spielte er bei den Westsachsen im Nachwuchs. Über den Chemnitzer FC und 1860 München führte der Weg zu Rot-Weiß Erfurt, wo dem rechten Außenverteidiger der Sprung in den Männerbereich gelang und er nach einem dreijährigen Intermezzo beim ZFC Meuselwitz ab 2022 zum Führungsspieler avancierte.
Dienstagnachmittag folgte die finale Unterschrift in der GGZ-Arena
"Wir haben zweieinhalb Jahre die Klingen gekreuzt, und Ben war seither auf unserem Schirm", verriet Lenk auf TAG24-Nachfrage. Er bemühte sich seit Monaten um den Dauerbrenner, half mit Geschäftsführer André Beuchold bei der Wohnungssuche in Zwickau und zurrte den Deal dann fix. Dienstagnachmittag folgte die finale Unterschrift in der GGZ-Arena.
Lenk: "Wir freuen uns, diesen Top-Spieler der Regionalliga Nordost von einem Wechsel nach Zwickau überzeugt zu haben. Mit seiner Physis, Robustheit, der körperlichen Komponente und der Konstanz ist er ein Spieler, der uns gut zu Gesicht steht."
Der Moritz-Transfer - daran kommen sie in Eckersbach gar nicht drumherum - unterstreicht, dass die Schwäne in der kommenden Saison zum erweiterten Kreis der Aufstiegsanwärter gezählt werden.
Nicht zu den Favoriten, denn das gibt der Etat nicht her, aber zu denen, die da sind, wenn sich die eigentlichen Favoriten die Blöße geben.
Tabelle Regionalliga Nordost
| POS | VEREIN | Sp. | +/- | Pkt. | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
|
1. FC Lokomotive Leipzig | 28 | 57:23 | 64 | |
| 2 |
|
Hallescher FC | 28 | 53:27 | 56 | |
| 3 |
|
FC Carl Zeiss Jena | 27 | 49:28 | 54 | |
| 4 |
|
FC Rot-Weiß Erfurt | 27 | 51:35 | 50 | |
| 5 |
|
FSV Zwickau | 27 | 42:34 | 49 | |
| 6 |
|
VSG Altglienicke | 27 | 38:32 | 42 | |
| 7 |
|
Chemnitzer FC | 27 | 43:41 | 38 | |
| 8 |
|
BFC Preussen | 26 | 37:40 | 38 | |
| 9 |
|
1. FC Magdeburg II | 28 | 44:39 | 37 | |
| 10 |
|
FSV 63 Luckenwalde | 28 | 30:39 | 35 | |
| 11 |
|
Hertha BSC II | 27 | 40:51 | 33 | |
| 12 |
|
ZFC Meuselwitz | 27 | 39:45 | 32 | |
| 13 |
|
SV Babelsberg 03 | 27 | 46:47 | 31 | |
| 14 |
|
BFC Dynamo | 27 | 33:42 | 29 | |
| 15 |
|
Greifswalder FC | 27 | 27:38 | 27 | |
| 16 |
|
BSG Chemie Leipzig | 28 | 30:44 | 25 | |
| 17 |
|
FC Eilenburg | 28 | 27:48 | 20 | |
| 18 |
|
Hertha 03 Zehlendorf | 26 | 19:52 | 14 | |
Der Meister 2026 spielt am Ende der Saison in zwei Aufstiegsspielen gegen den Meister der Regionalliga Bayern. Der Sieger steigt in die 3. Liga auf. Es steigen maximal vier Mannschaften in Abhängigkeit der Absteiger aus der 3. Liga ab.